Schwiele (Übersicht) L84

Zuletzt aktualisiert am: 10.03.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Callositas; Callus; Hornschwiele; Kallus; Schwielen; Skin callus; Tyloma; Tylosis; Tylositas

Definition

Umschriebene, derbe Verdickung der Epidermis (und Dermis) infolge reaktiver Gewebevermehrung, bedingt durch mechanischen Druck oder Reibung, selten durch chemische oder thermische Noxen. Eine Schwiele ist streng auf den Expositionsort des verursachenden Prozesses begrenzt. 

Einteilung

S.a.: 

Lokalisation

Vor allem Handinnenflächen und Fußsohlen, Knie (bei kniender Tätigkeit, z.B. Fliesenleger) und Fußrücken (kniende Betweise mit untergeschobenen Füßen bei Muslimen).

Klinisches Bild

Platte oder flach gewölbte, gelbliche oder bräunliche, harte Verdickungen der Haut. Das Tastgefühl ist vermindert. Gereizte Schwiele: Schmerzhafte (gelegentlich auch juckende) Knotenbildung mit entzündlich gerötetem Saum. S.a.u. Clavus ("Hühnerauge" durch drückendes Schuhwerk), Melkerschwielen, Lutschschwielen (bei Kleinkindern), Kauschwielen, Betknie oder Betknoten (bei Muslimen), Hausmädchenknie (analoger Mechanismus wie Betknie), unechte Fingerknöchelpolster.

Therapie

S. jeweiliges, unter Klinik aufgeführtes Krankheitsbild. Bei den gewöhnlichen Schwielen, die v.a. druckbedingt an den Fußsohlen auftreten, empfiehlt sich ein regelmäßiges mechanisches Abtragen der Hyperkeratosen am besten nach einem vorherigen keratolytischen Fußbad (z.B. Seifenbad) mit einem Hornhauthobel oder einem einfachen Bimsstein. Die Prozedur sollte regelmäßig wiederholt werden.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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