Schwellung

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Definition

Die Schwellung einer Körperregion ist keine Effloreszenz (s.u. Effloreszenzen) im klassischen Sinn. Unter einer Schwellung wird eine teigig konsistente, mit einem Finger eindrückbare ("pitting edema"), häufig unscharf begrenzte Erhabenheit einer Region bezeichnet. Sie umfasst i.A. ein größeres Areal (> 5 cm), kann auch universell auftreten und überragt das Hautniveau flach ansteigend, kissenartig, niemals halbkugelig. Ursächlich liegt der Schwellung ein Ödem der Subkutis zugrunde. Eine Schwellung ist i.A. zeitlich (24 Std. oder auch mehrere Tage) begrenzt, wenn die hierfür ursächlichen Faktoren beseitigt werden (z.B. Herzinsuffizienz, Eiweißmangel). Werden die Ursachen der Ödembildung (z.B.Störungen des Lyphabflusses nach Lymphadenektomie) nicht beseitigt, so kann es zu einer nicht reversiblen Schwellung, die durch eine Gewebsvermehrung bedingt, kommen. Derartige Schwellungen sind mittels Fingerdruck nicht mehr eindrückbar ("non-pitting edema"). Schwellungen können von klinischen Symptomen wie Fieber und Schmerz (z.B. Erysipel), Spannungsgefühl (z.B. Angioödem), Erythem oder Juckreiz begleitet werden.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Altmeyer P (2007) Dermatogische Differenzialdiagnose. Der Weg zur klinischen Diagnose. Springer Medizin Verlag, Heidelberg

Verweisende Artikel (1)

Effloreszenzen;
Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014