Rotationslappenplastik, doppelte

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Doppelrotationsverschiebung; Double rotation flap; O-zu-Z-Plastik; Rotationsverschiebung nach Webster

Erstbeschreiber

Webster, 1978

Definition

Nahlappenplastik der Haut bei der zwei gegensinnige Rotationslappen zur Defektdeckung dienen.

Allgemeine Information

  • Zu beiden Seiten einer runden oder ovalen Hautexzision legt man durch eine weite bogige Schnittführung in entgegengesetzte Richtung verlaufende bilaterale Rotationslappen mit breiten Lappenstielen an.
  • Die maximale Lappenspannung sollte dabei parallel zu den Hautspannungslinien verlaufen. Zum Längenausgleich zweier ungleich langer Nahtlinien und zur Vermeidung von Hautaufwerfungen ("dog ear") exzidiert man am Ende der Schnittlinien seitlich versetzte Dreiecke im Sinne der von Burow-Technik (s.a.u. Verschiebelappenplastik, transversale). Nach subkutaner Unterminierung der umschnittenen Hautlappen rotiert man diese gegensinnig in den Defekt. Es resultiert eine Z-förmig verlaufende Naht.
  • Indikationen: Größere Defekte nach Tumorexzision in Hautarealen mit ungünstigen Perfusionsverhältnissen z.B. Kreuzbein- oder Lendenregion.

    Merke! Die Lappenstiele sind zur Verhinderung von Lappennekrosen breit anzulegen.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Hernándes-Richter J (1967) Plastischer Hautersatz nach Resektion maligner Tumoren. Chir Plast 3: 163-1677
  2. Petres J, Rompel R, Robins P (1996) Dermatologic surgery. Textbook and atlas. Springer, New York Heidelberg
  3. Zoltan J (1977) Atlas der chirurgischen Schnitt- und Nahttechnik. Karger, Basel München Paris London

Verweisende Artikel (1)

Doppeltranspositionslappenplastik;
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