Rocky Mountain spotted fever A79.-

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Amerikanisches Felsengebirgsfieber; Zeckenbissfieber der neuen Welt

Definition

Durch Zeckenstich übertragene Rickettsiose mit sich zentripedal ausbreitendem Exanthem.

Erreger

Rickettsia rickettsii.

Vorkommen/Epidemiologie

Weltweit verbreitet; gehäuft in Nord- oder Südamerika (insbes. während der Frühlings- oder Sommermonate).

Ätiopathogenese

Durch Dermacentor variabilis (amerikanische Hundezecke), Waldzecken oder Rattenzecken übertragene Infektion mit R. rickettsii.

Manifestation

Meist bei Kindern vom 4.-10. LJ auftretend.

Klinisches Bild

Inkubationszeit 2-14 Tage nach Zeckenstich. An der Einstichstelle ist gelegentlich ein bis zu erbsgroßes, ulzeriertes Knötchen nachweisbar, das mit schwarzen Krusten (Tache noir) bedeckt sein kann. Morbilliformes, evtl. hämorrhagisch werdendes Exanthem. Beginn meist an Hand- und Fußgelenken. Hautnekrosen möglich. Nasenbluten, Splenohepatomegalie, Fieber.

Komplikation

Zerebrale Beteiligung, Schädigung von Niere und Leber.

Therapie

Verlauf/Prognose

Letalität ohne Antibiose 5–25%.

Literatur
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  1. Elghetany MT, Walker DH (1999) Hemostatic changes in Rocky Mountain spotted fever and Mediterranean spotted fever. Am J Clin Pathol 112: 159-168
  2. Masters EJ et al. (2003) Rocky Mountain spotted fever: a clinician's dilemma. Arch Intern Med 163: 769-774
  3. O'Reilly M et al. (2003) Physician knowledge of the diagnosis and management of Rocky Mountain spotted fever: Mississippi, 2002. Ann NY Acad Sci 990: 295-301

Weiterführende Artikel (3)

Exanthem; Rickettsiosen (Übersicht); Zeckenstich;

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