Psoriasis palmaris et plantaris (Plaquetyp) L40.3

Zuletzt aktualisiert am: 21.09.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Klinische Erscheinungsform der chronisch-stabilen Psoriasis mit überwiegender oder ausschließlicher Manifestation an Handinnenflächen und/oder Fußsohlen. Insbesondere das ausschließliche Auftreten an Handflächen und Fußsohlen macht die klinische Zuordnung manchmal außerordentlich schwierig. Nicht selten trifft man aus "Minusvarianten" mit lokalisiertem Befall der akralen Fingerregionen (Zehen weniger betroffen), die für die Betroffenen mit unangenehmen, schmerzhaften und therapieresistenten Rhagaden einhergehen, die tägliche Routinearbeiten einschränken.  

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Vorkommen/Epidemiologie

Manifestation

Klinisches Bild

Keratotischer Plaquetyp (häufigster Typ) : Chronisch stationäre, umschriebene, scharf begrenzte, feste weiße oder weißgraue bis grau-bräunliche, unterschiedlich stark schuppende (der Schuppenbefund ist von der Art der Vorbehandlung sehr abhängig) Plaques.

Bei intensiver lokaler Vorbehandlung finden sich scharf beränderte rote, wenig schuppende Plaques. 

Bei längerem Bestand dieser Herde kommt es in den vorgegebenen Handfalten infolge des Elastizitätsverlustes der Haut zu tiefen, schmerzhaften, ab und zu blutenden Rhagaden. Dieser Zustand ist äußerst behinderlich bei tagtäglicher Arbeit, v.a. bei Feuchtarbeiten.  

Die hyperkeratotischen Plaques finden sich insbesondere im Bereich des Thenars und Hypothenars, an den Fußsohlen im Bereich der druckbelasteten Areale.

Der palmo-plantare psoriatische Befall schließt i.A. scharf mit der Leistenhaut ab. Diese morphologische Besonderheit ist differenzialdiagnostisch wichtig bei der Abgrenzung zur Handdermatitis.

Hinweis(e)

Die palmoplantare Psoriasis stellt als anlagebedingte Erkrankung in der berufsdermatologischen Begutachtung eine besondere Herausforderung dar. S.a. Psoriasis palmaris et plantaris, berufsdermatologische Relevanz.

Der chronische stationäre Plaquetyp kann bei Schubaktivitäten durch dyshidrotische oder auch pustulöse Schübe überlagert werden. Bei diesem Aktivitätswechsel muss gfls. eine systemische Therapie eingeleitet werden.   

Literatur
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