Pseudozyste der Aurikula Q18.1

Zuletzt aktualisiert am: 19.01.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Ohrmuschelzyste; Ohrmuschelzyste traumatische; Pseudozyste der Ohrmuschel; Seroma of the auricle; traumatische Ohrmuschelzyste

Erstbeschreiber

Hartmann, 1846; Engel, 1966

Definition

Bis zu kirschgroße, areaktive, fluktuierende Schwellung des kranialen Ohrmuschelbereiches, die auf eine degenerative Knorpelveränderung zurückgeführt wird. Bei Punktion entleert sich visköses Material.

Ätiopathogenese

Unbekannt. In einigen Fällen ist die Assoziation mit kleineren Traumen beschrieben.

Manifestation

Meist bei Männern zwischen 20.-50. LJ.

Lokalisation

An der Ohrmuschel lokalisiert.

Klinisches Bild

Unilaterale, meist unförmige, nicht schmerzhafte, protuberierende, fluktuierende, hautfarbene Schwellung der Ohrmuschelkavität.

Histologie

Unilokulärer Hohlraum inmitten des Ohrknorpels ohne jegliche epitheliale Wandauskleidung. Der den Hohlraum umgebende Wandknorpel ist zystisch degeneriert; keine entzündliche Begleitreaktion.

Differentialdiagnose

Therapie

Häufig genügt die Punktion der Pseudozyste mit einer großlumigen Kanüle. Anschließend intraläsionale Injektion einer Glukokortikoid-Kristallsuspension. Druckpelotte über 10-14 Tage. Falls Rezidiv: Operative Entfernung der gesamten Zyste, wobei der umgebende vitale Knorpel geschont werden sollte.

Literatur
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  1. Engel D (1966) Pseudocysts of the auricle in Chinese. Arch Otolaryngol 83: 197-202
  2. Lim CM et al. (2002) Pseudocyst of the auricle. Laryngoscope 112: 2033-2036
  3. Paul AY et al. (2001) Pseudocyst of the auricle: diagnosis and management with a punch biopsy. J Am Acad Dermatol 45: S230-232
  4. Pereira FC et al. (2003) Bilateral pseudocyst of the auricle in a man with pruritus secondary to lymphoma. Int J Dermatol 42: 818-821
  5. Tuncer S et al. (2003) Recurrent auricular pseudocyst: a new treatment recommendation with curettage and fibrin glue. Dermatol Surg 29: 1080-1083

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