Prurigo simplex acuta L28.22

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Lichen simplex acuta; Lichen simplex acutus; Lichen urticatus; Lichen urticatus infantum; papular urticara; Prurigo acuta des Kindes; Prurigo simplex acuta Brocq; Prurigo simplex acuta infantum; Strophulus infantum; Urticaria chronica infantum; Urticaria papulosa infantum

Definition

Mit urtikariellen Papeln, manchmal auch mit Bläschen einhergehende, schubweise verlaufende, heftig juckende Hauterkrankung des Kindesalters. Häufig findet man ein Nebeneinander von unterschiedlichen Effloreszenzen. Ein Pendant beim Erwachsenen ist nicht bekannt.

Ätiopathogenese

Insektenstiche, vor allem von Arthropoden wie Milben und Flöhen, insgesamt gesteigerte Reaktivität gegenüber exogenen Faktoren. Früher wurde diskutiert: Überfütterung der Kinder (Schokolade, Konfitüren),  Nahrungsmittelallergie, unerwünschte Arzneimittelreaktion, Zahndurchbruch, Stress.

Manifestation

Im frühen Kindesalter, vor allem zwischen dem 2. bis 8. Lebensjahr auftretend; saisonal gehäuft vor allem in Sommer und Herbst.

Lokalisation

V.a. Extremitäten, Stamm und Gesicht sind befallen (überwiegend frei getragene Körperpartien).

Klinisches Bild

Von einem roten, elevierten Hof umgebene, juckende, disseminiert oder gruppiert stehende Papeln, daneben bis fingernagelgroße Quaddeln.

Ausbildung zentraler Bläschen, Erosionen und Verkrustungen.

Selten große Blasen ( Strophulus bullosus).

Häufig werden die Papeln zerkratzt. Dementsprechend  läsionale Krustenbildung. Abheilung unter Hinterlassung eines de- oder hyperpigmentierten Fleckes.

Histologie

Intraepidermales, häufig subkorneales Bläschen, Papillarkörperödem.

Differentialdiagnose

Komplikation

Sekundärinfektion.

Therapie allgemein

Externe Therapie

Interne Therapie

Verlauf/Prognose

Rezidivierender oder chronischer Verlauf sind möglich.

Hinweis(e)

Ursprünglich wurden die Effloreszenzen als "Seropapeln" beschrieben. Die exakte  Definition einer Seropapel fehlt. Auf diese Begrifflichkeit kann verzichtet werden. 

Literatur
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  1. Dominguez-Amorocho O et al. (2013) Differences in systemic and skin migrating-specific CD4 T cells in papular urticaria by flea bite. Int Arch Allergy Immunol 160:165-172
  2. Halpert E et al. (2017) Prevalence of papular urticaria caused by flea bites and associated factors in
    children 1-6 years of age in Bogotá, D.C. World Allergy Organ J 10:36. 
  3. Kar S et al. (2013) Epidemiological study of insect bite reactions from central India. Indian J Dermatol 58:337-341
  4. Manzotti G et al.(2011) Chronic papular urticaria due to pigeon ticks in an adult. Eur J Dermatol 21:992-993

 

Disclaimer

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