Protonenpumpeninhibitoren

Zuletzt aktualisiert am: 29.07.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Protonenpumpenhemmer

Definition

Arzneimittel, die über die Hemmung der Protonenpumpe im Magen zu einer Reduktion der Magensäurebildung führen.

Indikation

In der Dermatologie finden Protonenpumpenhemmer insbesondere bei Patienten mit metastasierendem malignem Melanom mit Metastasierung im Bereich des GIT sowie bei Patienten mit Lyell-Syndrom, Verbrennungen oder schwerstem Erythema exsudativum multiforme ( Stevens-Johnson-Syndrom) zur Prophylaxe von Stress-Ulzera ihren Einsatz (s. Tabelle 1).

Eingeschränkte Indikation

Schwangerschaft, Stillzeit, Leberfunktionsstörungen, Niereninsuffizienz.

Unerwünschte Wirkungen

  • Kutane Nebenwirkungen: Selten (0,3-1% der Pat.) Urtikaria, Ekzem, Kontaktekzem, allergisches, andere allergische Reaktionen.
  • Extrakutane Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Sehstörungen, Blutbildungsstörungen, Thrombozytopenie, Eosinophilie, Magen-Darm-Störungen, Impotenz, Amenorrhoe, Proteinurie.

Wechselwirkungen

S. Tabelle 2.

Kontraindikation

Kinder und Jugendliche < 16 Jahre, schwere Leberfunktionsstörungen.

Tabellen

Übersicht über die wichtigsten Protonenpumpenhemmer und ihre Dosierung

Substanz

Dosierung

Präparat

Lansoprazol

30-60 mg/Tag p.o.

Agopton, Lanzor

Omeprazol

20-40 mg/Tag p.o. oder 10-20 mg/Tag i.v.

Antra MUPS, Antra pro infusione, Ome TAD, Ome-Q

Pantoprazol

40-80 mg/Tag p.o.

Pantozol

Rabeprazol

10-20 mg p.o.

Pariet


Wesentliche Wechselwirkungen von Protonenpumpenhemmern

Barbiturate

Barbiturat-Spiegel ↑

Kontrazeptiva, orale

Empfängnisschutz beeinträchtigt, zusätzliche antikonzeptive Maßnahmen erforderlich

Laxantien

wechselseitige Wirkung ↑

Phenytoin

Phenytoin-Spiegel ↑

Verweisende Artikel (2)

Akute tubulointerstitielle Nephritis; Gastrin;
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