Priapismus N48.30

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Erstbeschreiber

Tripe, 1845

Definition

Über eine prolongierte Erektion hinausgehende, willkürlich nicht beeinflussbare, schmerzhafte Dauererektion ohne sexuelle Erregung, über mehrere Std. bis Tage anhaltend. Dabei besteht eine komplette venöse Abflussblockade der Schwellkörper (Corpora cavernosa) aufgrund permanent relaxierter Schwellkörpermuskulatur mit Sauerstoffmangel und CO2-Überschuss.

Merke! Nach 8-12 Stunden besteht die Gefahr einer konsekutiven Schwellkörperfibrose!

Ätiopathogenese

Verschiedene Ursachen sind beschrieben: Idiopathisch (35-70%), nach SKAT/Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (Schwellkörperautoinjektionstherapie mit vasoaktiven Pharmaka), medikamentös (v.a. Psychopharmaka), nach Drogen und Alkohol, posttraumatisch.

Therapie

Literatur
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  1. Maan Z et al. (2003) Priapism--a review of the medical management. Expert Opin Pharmacother 4: 2271-2277
  2. Meineke V et al. (2003) Malignant priapism as a sign of a recurrent prostate cancer. Differential diagnosis of induratio penis plastica. Hautarzt 54: 541-543
  3. Schneede P et al. (1999) Partial priapism. Case report and review of the literature of diagnostic and therapeutic measures. Urologe A 38: 179-183
  4. Tripe JW (1845) Case of Priapism. Lancet 2: 8

Disclaimer

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