Pityrosporum

Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Pityrosporon orbiculare; Pityrosporon ovale

Definition

Schwer kultivierbarer lipophiler Hefepilz, der sich nur in einem mit Öl, Glycerin oder Glycerinmonostearat angereicherten Milieu entwickelt.

Erreger

Hefepilz, der vorwiegend als Kommensale auf talgdrüsenreicher Haut auftritt. Aufgrund der unterschiedlichen Morphologie dieser Hefe wurden bis vor kurzem Pityrosporum ovale, Pityrosporum orbiculare und Malassezia als drei verschiedene Organismen angesehen. Pityrosporum bezeichnet die myzelbildende Form von Malassezia furfur, früher als der Erreger der Pityriasis versicolor beschrieben. Inzwischen wurde in größeren Studien nachgewiesen, dass zu > 90% Malassezia globosa ursächlicher Erreger der Pityriasis versicolor ist. Wie bei den Candida-Arten, lässt sich auch bei Malassezia-Spezies ein Übergang von der Hefephase zur myzelbildenden Phase beobachten.

Hinweis(e)

Das Genom von Malassezia globosa ist inzwischen entschlüsselt. Dieser Organismus ist außerordentlich effizient, bildet mehr als 50 Enzyme, darunter 14 Lipasen. Eine Fettsäuresynthetase fehlt, was den Hefepilz von einer Lipidquelle abhängig macht. Die lipophilen Hefen spalten die Triglyceride im Sebum in Glycerin und freie Fettsäuren. Die gesättigten Fettsäuren werden von Malassezia verstoffwechselt, während die ungesättigten in die tieferen Schichten der Haut penetrieren und dort eine Irritation hervorrufen. Die Folge ist eine vermehrte Zellproliferation mit makroskopisch sichtbaren Schuppen.
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