Pityriasis alba L30.59

Synonym(e)

Pseudoleucoderma atopicum

Definition

Diskrete, bei der ersten Sonnenbräune auffällig hervortretende, symptomlose, sehr diskret schuppende, weiße Fleckbildung im Gesicht (meist seitliche Wangenpartien); seltener an den Streckseiten der Unterarme.  

Ätiopathogenese

In einer Studie mit 56 Patienten (In SI et al. 2009) wiesen 18% eine vorausgegangene atopische Dermatitis auf, sodass bei diesen Patienten von einer  Minusvariante eines atopischen Ekzems ausgegangen werden kann.  Etwa 1/3 der Patienten weist zum Zeitpunkt der Diagnosestellung keine Atopiezeichen auf. 

Manifestation

3-10 Jahre, selten Erwachsene, deutlich häufiger sind dunkelhäutige Individuen betroffen. Keine Geschlechtspräferenz.

Lokalisation

Meist an Wangen und Stirn, aber auch großflächig z.B. an den Oberarmstreckseiten, seltener an der unteren Extremität auftretend. 

Klinisches Bild

Meist unscheinbare, runde oder durch Konfluenz mehrbogige, gering pityriasiform schuppende, helle oder weiße, 0,5-2,0 cm große Flecken die manchmal eine Randbetonung aufweisen. 10% der Patienten entwickeln nur eine einzige Läsion.  Evtl. tritt geringer Juckreiz auf. In heller Haut sind die Erscheinungen eher diskret und werden häufig übersehen. In dunkler Haut treten die Erscheinungen auf Grund des Farbunterschiedes zwischen befallener und unbefallener Haut markanter hervor. In einer Initialphase kann kann eine leichte Rötung der Flecken wahrgenommen werden.       

S.a. Pseudoleucoderma atopicum

S.a. Pigmentierende Pityriasis alba

S.a. Pityriasis simplex faciei

 

Histologie

Histologisch wird eine diskrete superfizielle interstitielle Dermatitis gefunden, mit einer reduzierten epidermalen Pigmentierung wobei die Anzahl der Melanozyten nicht vermindert ist. Ultrastrukturell können degenerative Veränderungen der Melanozyten mit einer Verminderung der Melanosomen nachgewiesen werden.  

Therapie

Verlauf/Prognose

Die Flecken können Monate  evtl. sogar Jahre persistieren. Letztlich heilen sie spontan ab.

Literatur
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  1. Blessmann Weber M (2002) Pityriasis alba: a study of pathogenic factors. J Eur Acad Dermatol Venereol 16: 463-468
  2. Dhar S (1995) Pigmenting pityriasis alba. Pediatr Dermatol 12: 197-198
  3. Galan EB (1998) Pityriasis alba. Cutis 61: 11-13
  4. In SI et al. (2009) Clinical and histopathological characteristics of pityriasis albaClin Exp Dermatol 34:591-597
  5. Wolf R et al. (1985) Extensive pityriasis alba and atopic dermatitis. Br J Dermatol 112: 247

Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 27.02.2018