Photoderm VL

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Hochenergetische Blitzlampe, die nicht-kohärentes Licht aussendet (kein Laser!). Wellenlängen zwischen 515 und 1200 nm. Impulsdauer zwischen 2 und 25 ms. Lichtstrahlen können in Wellenlänge, Impulsdauer und Impulssequenz variiert werden. Hierdurch ist eine individuell angepasste, nicht invasive Therapie möglich.

Durchführung

  • Wirkmechanismus vergleichbar mit dem des gepulsten Farbstofflasers bei deutlich höherer Eindringtiefe. Hypothese: Das inkohärente Licht bewirkt eine selektive thermische Schädigung bestimmter Strukturen (z.B. Blutgefäße, Haarfollikel). Am Haarfollikel wird das Licht durch die pigmenttragenden Follikelzellen absorbiert. Das dunkel pigmentierte Haar fungiert als Temperaturleiter.
  • Epilight (überarbeitete Variante des Photoderm VL): Variable Einstellung verschiedenster Parameter (Wellenlänge, Energiedichte, Impulsdauer, Impulssequenz u.a.) entsprechend dem Hauttyp und der Hautfarbe möglich. Somit wird eine effektive Photoepilation möglich. Vorteilhaft ist die recht schnelle Behandelbarkeit durch eine relativ große Applikationsfläche von 2,8 cm2 bzw. 5,6 cm2. Das Verfahren ist um so effektiver, je dunkler das Haar. Das bessere Lichtabsorptionssvermögen von dunklen Haaren wird bei hellhaarigen Patienten durch vorheriges Anfärben erreicht. Sehr wichtig für den Therapieerfolg ist auch eine Haarlänge von etwa 1 bis 2 mm, keinesfalls darf der Patient frisch rasiert sein.

Unerwünschte Wirkungen

Leichtes bis mittelgradiges Erythem für ein bis zwei Tage sowie bei empfindlichen Haupttypen vereinzelt leichte Schwellungen und in seltenen Fällen Krustenbildungen. Bei stark gebräunten Patienten bzw. dunklem Hauttyp (Typ IV und V nach Fitzpatrick) kann es zu Hypopigmentierungen kommen, bei starker Sonnenexposition nach Therapie oder zu hohen Energiedichten können Hyperpigmentierungen auftreten. Diese Pigmentierungsstörungen sind bei richtiger Vorgehensweise vorübergehend, benötigen aber bis zur völligen Rückbildung oft Monate.
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