Phosphodiesterasen

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

PDE

Definition

Gruppe von Enzymen, die in fast allen Geweben anzutreffen sind. Phosphodiesterasen (PDE) bauen die second Messenger cAMP und cGMP ab. Sie nehmen hierdurch Einfluss auf zahlreiche Vorgänge im Körper. Phosphodiesterasen sprechen auf bestimmte Hemmstoffe uneinheitlich an. Insofern unterscheidet man verschiedene Phosphodiesterase-Typen, die mit den Nummern PDE1 bis PDE11 gekennzeichnet sind. Im menschlichen Organismus sind derzeit 6 verschiedene PDE nachgewiesen. Mittels Phosphodiesterasehemmer können bestimmte Stoffwechselvorgänge im Körper gezielt beeinflusst werden.

Einteilung

  • Phosphodiesterase-1: Vorkommen in den Herzarterien
  • Phosphodiesterase-2: Beteiligt an Lern- und Gedächtnisprozessen
  • Phosphodiesterase-3a: Vorkommen am Myokard
  • Phosphodiesterase-3b: Beteiligt an der Bildung von Insulin
  • Phosphodiesterase-4: Lunge
  • Phosphodiesterase-5: Schwellkörper des Penis
  • Phosphodiesterase-6: Übertragung von Lichtreizen am Auge.

Allgemeine Information

Als Arzneimittel sind verschiedene Hemmstoffe der Phosphodiesterase-3 bei akuter Herzinsuffizienz und der Phosphodiesterase-5 bei erektiler Dysfunktion zugelassen (s.u. Phosphodiesterasehemmer).

Hinweis(e)

PDE-5 kommt in der glatten Muskulatur des Penisschwellkörpers (Corpus cavernosum penis) vor. Es baut dort den second Messenger cGMP ab und führt so zu einer Anspannung der Muskelzellen. In der Folge kommt es zur Erschlaffung des Penis, da kein Blut in die Schwellkörper strömen kann. Außerdem kommt das Enzym in der glatten Muskulatur der Lungenarterie vor.

Verweisende Artikel (2)

Cilostazol; Phosphodiesterasehemmer;

Weiterführende Artikel (1)

Phosphodiesterasehemmer;
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