Peniskarzinom C60.-

Zuletzt aktualisiert am: 17.05.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Seltenes, meist hochdifferenziertes spinozelluläres Karzinom des Penis mit unterschiedlicher Verhornungstendenz.

Vorkommen/Epidemiologie

In Europa wird die Inzidenz auf 0,1-0,9/100.000 Mäner geschätzt.

Ätiopathogenese

Begünstigende Faktoren: Phimose (Smegma-Einwirkung); frühe sexuelle Aktivität; langjährige HPV-Anamnese (rezidivierende Condylomata acuminata); Lichen sclerosus et atrophicus.

Manifestation

4. bis 7. Lebensjahrzehnt.

Lokalisation

Vor allem Dorsalseite der Glans penis, Sulcus coronarius, Präputium.

Klinisches Bild

Primär zeigen sich langsam wachsende, meist scharf begrenzte, unregelmäßig konfugurierte, verruköse Plaques. Größere Geschwülste (> 0,5 cm) kennzeichnen sich durch derb indurierte, unregelmäßig konfigurierte, meist geschwürig zerfallende Plaques oder Knoten, die bei mechanischer Irritation leicht bluten. Peniskarzinome neigen zur frühzeitigen Metastasierung in die regionalen Lymphknoten.

Differentialdiagnose

Syphilitischer Primäraffekt; s.u. Syphilis acquisita.

Therapie

Verlauf/Prognose

Die 5 Jahres-Überlebensrate bei bereits erfolgter Lymphknotenmetastasierung hängt von der Ausdehnung des Tumorgeschehens ab. Bei einseitigem LK-Brfall überleben 52% der Patienten 5 Jahre, bei beidseitigem LK-Befall nur 27%.

Verweisende Artikel (2)

Balanitis; Erythroplasie Queyrat;

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