PDE-5-Antagonisten

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

PDE-5-Hemmer

Definition

Hoch selektive Hemmer der Phosphodiesterase-5.

Allgemeine Definition

  • Im schlaffen Zustand enthalten die Schwellkörper des Penis nur wenig Blut. Dafür sorgt die im nicht erigierten Zustand dauerhaft kontrahierte glatte Gefäßmuskulatur rund um die penilen Blutgefäße, die die Blutzufuhr drosselt. Sendet das Gehirn bei sexuellen Reizen ein entsprechendes Signal, wird u.a. cGMP (zyklisches Guanosinmonophosphat) ausgeschüttet und bewirkt, dass sich die Muskelzellen entspannen und Blut in die corpora cavernosa einströmen kann. Ist genügend Blut eingeströmt erigiert der Penis.
  • PDE-5-Antagonisten hemmen die Phosphodiesterase-5, den natürlichen Gegenspieler von cGMP und erhöhen die Konzentration des in den Penisgefäßen wirksamen Botenstoffs und chemischen "Steifmachers" cGMP. Somit wird die Erektion dauerhafter und härter.
  • PDE-5-Hemmer sorgen nicht automatisch bzw. zwangsläufig für eine Erektion, sondern ermöglichen, dass der Körper auf einen erotischen Reiz reagieren kann.
  • Bislang sind Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil als PDE-5-Antagonisten in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen, s. dort.

Verweisende Artikel (4)

Impotentia coeundi; Sildenafil; Tadalafil; Vardenafil;

Weiterführende Artikel (3)

Sildenafil; Tadalafil; Vardenafil;
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