Parvoviren

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Definition

Die Virusfamilie der Parvoviren umfasst Spezies, die als einzige humanpathogene Viren ein einzelsträngiges DNA-Genom tragen. Sie gehören mit einem Durchmesser von 18-26 nm zu den kleinsten Viren (parvus = klein), sind unbehüllt und sehr resistent gegen äußere Einflüsse. Zu der Gattung "Erythroviren" gehört unter anderem das Parvovirus B19, Auslöser des Erythema infectiosum (Ringelröteln), die einzige bisher gesicherte humane Erkrankung durch diese Virusfamilie. Weitere Parvoviren sind ausschließlich tierpathogen.

Klinisches Bild

Infektionen mit Parvovirus B19 sind mit einer großen Bandbreite verschiedener Erkrankungen assoziiert. Der Infektionsverlauf und die Schwere der Erkrankung sind von dem immunologischen Status der Patienten abhängig. S.a.u. Erythema infectiosum (Ätiologie gesichert); s.a.u. Gloves and socks-Syndrom, papulopurpurisches (Virusgenese nicht gesichert).

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  • Martinez-Martinez P et al. (2000) Infection by human parvovirus B 19:"gloves and socks" papular purpuric syndrome. Diagn Micobiol Infect Dis 36: 206-210
  • Van Rooijen MM (1999) Medikamentös induziertes papulopurpurisches Gloves ands socks-Syndrom. Hautarzt 50: 280-283
Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014