Parotitis epidemica B26.9

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Mumps; Ziegenpeter

Definition

Infektiöse Virusinfektion mit überwiegender Beteiligung der Ohrspeicheldrüse und des zentralen Nervensystems.

Erreger

Mumps-Virus (Familie der Paromyxom-Viren).

Ätiopathogenese

Tröpfcheninfektion.

Manifestation

Vor allem im Schulalter auftretend.

Klinisches Bild

Inkubationszeit 14-21 Tage; Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, zunächst einseitige, schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Häufig entzündete Mundschleimhaut, gerötete Mündungsstelle des Parotisausführungsganges.

Differentialdiagnose

Infektionen mit Influenza A, Coxsackie B, Adenoviren, EBV.

Komplikation

  • Beteiligung anderer Drüsen: z.B. Glandula submandibularis, Glandula submaxillaris, Pankreas, Tränendrüsen, Testes.
  • Orchitis. Bei Männern postpubertär Gefahr der Impotentia gestandi.
  • Mumps-Meningoenzephalitis.
  • Das Auftreten einer TEN nach Mumps Impfungen wurde in der Literatur beschrieben.

Therapie

Verlauf/Prognose

Günstig.

Prophylaxe

Möglichkeit der Impfung mit Lebendimpfstoff ab dem 12. Lebensmonat. Wiederholung zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr.

Literatur
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  1. Pereira FA et al. (2007) Toxic epidermal necrolysis. J Am Acad Dermatol 56: 181-200

Disclaimer

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