Paratyphus A01.4

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Meldepflichtige Salmonelleninfektion mit typhusähnlichem Verlauf.

Erreger

Salmonella paratyphi.

Vorkommen/Epidemiologie

Inzidenz (Deutschland): 0,1-0,2/100.000 Einwohner/Jahr. Überwiegend treten die Erkrankungen bei Migranten auf (Indien, Türkei, Pakistan, Nepal, asiatische Republiken der früheren Sowjetunion).

Klinisches Bild

  • Extrakutane Manifestationen: Die Inkubationszeit beträgt je nach Schwere der Infektion 1-10 Tage. Gastrointestinale Symptome mit Durchfällen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber bis 40 °C können unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten. Meist besteht leichter Ikterus.
  • Integument: Nach 10-14 Tagen entwickelt sich ein zunächst stammbetontes Exanthem mit zahlreichen, monomorphen, roten Flecken (Roseolen). Im weiteren Verlauf greift das Exanthem auch auf die Extremitäten über, Hände und Füße sind hingegen frei. Häufig bestehen Assoziationen mit rezidivierendem Herpes simplex labialis.

Therapie

Verlauf/Prognose

In frühen Krankheitsstadien meist vollständige Abheilung unter antibiotischer Systemtherapie. Etwa 1-5% der Patienten entwickeln sich zu Dauerausscheidern. Eine überstandene Typhuserkrankung hinterlässt eine etwa ein Jahr anhaltende Immunität, die jedoch mit einer hohen Infektionsdosis jederzeit durchbrochen werden kann.

Prophylaxe

Impfung vor Reisen in Endemiegebiete.

Weiterführende Artikel (4)

Ampicillin; Ceftriaxon; Ciprofloxacin; Cotrimoxazol;

Disclaimer

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