OTC

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Akronym für "Over The Counter"-Präparate die nicht auf Rezept verordnet werden können.

Präparate

Ausnahmeregelungen bei apothekenpflichtigen nicht verschreibungsfähigen Arzneimitteln für die Dermatologie:
  • Nystatin: Nur zur Behandlung von Mykosen bei immunsupprimierten Patienten.
  • Salicylsäure- und Harnstoff-haltige Externa (Harnstoff ≥ 5%): In der Dermatotherapie als Teil der Behandlung von hyperkeratotischen Erkrankungen.
  • Basistherapeutika: Als Bestandteil einer Intervalltherapie nur zur Behandlung bei atopischem Ekzem, Psoriasis und nach Strahlentherapie.
  • Jod-Verbindungen: Nur zur Behandlung von Ulzera und Dekubitalgeschwüren.
  • Antihistaminika:
    • Nur in Notfällen zur Behandlung bei Bienen-, Wespen-, Hornissengift-Allergien.
    • Nur zur Behandlung schwerer rezidivierender Urtikaria.
    • Nur bei schwer wiegendem, anhaltendem Pruritus.
Bei der Verschreibung dieser Präparate muss der therapeutische Nutzen zur Behandlung der schwer wiegenden Erkrankung dem allgemeinen Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechen.

Hinweis(e)

  • Die Veränderungen in der Arzneimittel-Versorgung zum 1. Januar 2004 betrafen nicht nur die Zuzahlungen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Nicht-rezeptpflichtige Präparate und Life-Style-Medikamente müssen die Patienten seither vollständig selbst bezahlen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sowie Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Ausnahmen gibt es auch bei der Behandlung schwer wiegender Erkrankungen, wenn die OTC-Präparate als Standardtherapeutika gelten, wie beispielsweise ASS oder Jodid. Auch die so genannten Lifestyle-Medikamente, wie Haarwuchsmittel, Appetit-Zügler, potenzsteigernde Mittel und Mittel zur Raucherentwöhnung, müssen selbst bezahlt werden.
  • Neben den Zuzahlungen für Arzneimittel tragen die Patienten auch 10% der Kosten für Verbände und Hilfsmittel. Befreit werden nur diejenigen, deren Ausgaben die Belastungsgrenze von 2% des Bruttoeinkommens überschreiten. Für chronisch kranke Menschen liegt die Belastungsgrenze bei 1% der jährlichen Bruttoeinnahmen.

Literatur
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  1. Mitteilung (2004) In: Der Deutsche Dermatologe 2: 86-88
  2. Verordnungstipp (2004) Hitliste der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel. Wirtschaftsmagazin für den Hautarzt 8: 10

Tabellen

Alfason (nur Basiscreme)

Delagil

Myko Cordes Creme

Anaesthesulf-Lotio

Duofilm

Nagel Batrafen

Antifungol Creme etc. (außer Antifungol 6)

Elacutan

Nizoral

Basodexan

Ell-Cranell alpha

Nubral

Benzaknen

Epi-Pevaryl Creme etc.

Nystaderm Creme etc. (außer Nystaderm comp.)

Betaisodona Salbe etc.

Fenistil/-retard

Optiderm/-F

Bifon

Fungizid-ratiopharm Creme etc. (außer 1% Vaginalcreme und außer Vaginaltabletten 100, Packung mit 6 Vag.-Tbl.)

PanOxyl

CetiLich

Guttaplast

Pantostatin

Cetirizin Stada

Labin N/plus

Parfenac

Cetirizin-ratiopharm

Linola/-fett (außer Linola H/H Fett)

Polysept Lösung/Salbe

Cloderm

Loraderm

Sanoxit/MT

Clotrigalen

Loragalen

Tannolact

Clotrimazol AL Creme etc. (außer Vaginaltabletten 100, Packung mit 6 Vag.-Tbl.)

Lora-Lich

Tannosynt

Collomack

Lorano

Tavegil

Cordes BPO

Lora-Puren

Verrucid

Cromohexal Nasenspray

Loratadin-ratiopharm

Zetir

Zyrtec


Indikation

Wirkstoff

Präparate (alle Wirkstärken)

Erektile Dysfunktion

Alprostadil

Caverject, Viridal

Papaverin

Sildenafil

Viagra

Apomorphin

Ixense, Uprima

Tadalafil

Cialis

Vardenafil

Levitra

Verbesserung des Haarwuchses

Minoxidil

Regaine

Finasterid

Propecia

Flupredniden-acetat/Estradiol

Criniohermal fem

Prednisolon/Salicylsäure

Alpicort

Prednisolon/Salicylsäure/Estradiolbenzoat

Alpicort F

Alfatradiol *

Ell Cranell alpha, Pantostin

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