Naevus melanozytärer (Übersicht) D22.-

Zuletzt aktualisiert am: 26.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Common melanocytic nevus; Melanozytärer Naevus; Muttermal; Naevozytennaevus; Naevus junktionaler; Naevus melanozytaerer; Naevus naevocellularis; Naevus pigmentosus; Naevus pigmentosus naevocellularis; Naevuszellnaevus; Pigmentfleck; Pigmentgeschwulst; Pigmentmal

Definition

Gutartige, angeborene oder erworbene, aus Melanozyten bestehende, braune bis braun-schwarze, seltener rötliche oder hautfarbene, fleckförmige, knötchen-, plaque- oder knotenförmige melanozytäre Geschwülste, die meistens in Mehrzahl, aber auch solitär auftreten können. Melanozytäre Naevi können auf die Epidermis (Lentigo simplex, junktionaler melanozytärer Naevus) beschränkt sein, in Epidermis und Dermis (Compound-Typ des melanozytären Naevus) oder ausschließlich in der Dermis lokalisiert sein (dermaler melanozytärer Naevus). Diese klinisch/histologische Typisierung bezeichnet einen sequenziellen Entwicklungsprozess den alle melanozytären Naevi stadienmäßig durchlaufen.

Einteilung

Einteilung der angeborenen und erworbenen melanozytären Naevi nach histologischen und klinischen Kriterien:

Ätiopathogenese

Es wurde postuliert, dass melanozytäre Naevi von Zellen herstammen, die von der Neuralleiste in die Epidermis migrieren. Wahrscheinlich repräsentieren Melanozyten und "Naevuszellen" identische Zellpopulationen, so dass auf den Begriff "Naevuszelle" im Zusammenhang mit melanozytären Naevi (alias Naevuszellnaevus) verzichtet werden kann.

 

 

Lokalisation

Am gesamten Integument, auch an oberflächlichen Schleimhäuten möglich.

Histologie

Histologisch können 3 Formen unterschieden werden:
  • Junktionstyp (epidermales Anfangsstadium)
  • Compoundtyp (epidermo-dermal)
  • Dermaler Typ: Dermaler melanozytärer Naevus.
Melanozytäre Naevi zeigen intraepidermale und/oder dermale Ansammlungen von Melanozyten. Die Melanozyten innerhalb der Junktionszone haben rundes, ovales oder spindeliges Aussehen und liegen in zusammenhängenden Nestern. In der oberflächlichen Dermis haben die Zellen im Allgemeinen einen epitheloidzelligen Charakter mit mittelgroßen, meist zentral gelegenen Kernen sowie einem deutlich ausgeprägtem Zytoplasmasaum. Der Pigmentierungsgrad ist unterschiedlich, entweder fein granulär, aber auch schollig über das Zytoplasma verteilt. Die Kerne zeigen eine uniforme Chromatinverteilung mit einer leicht verklumpten Textur. Tiefer in der Dermis liegen die Melanozyten in Strängen. Oft zeigen die Zellen einen verminderten Zytoplasmagehalt. Sie ähneln dann Lymphozyten und sind häufig in linearen Strängen aber auch diffus angeordnet. Die Hautanhangsgebilde werden von den dermalen Melanozyten ummantelt, bleiben jedoch stets intakt.

Literatur
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