Naevus melanozytärer Halo-Naevus D22.L

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Halo-Dermatitis um Naevuszellnaevi; Halo-Ekzeme um Naevuszellnaevi; Halonaevus; Halo-Naevus; Halo nevus; Leucoderma centrifugum acquisitum; Perinaevische Vitiligo; Sutton Naevus; Sutton`s nevus; Vitiligo circumnaevalis; Vitiligo perinaevische

Erstbeschreiber

Sutton, 1916

Definition

Inkomplett oder komplett depigmentierter melanozytärer Naevus mit unpigmentiertem Hof (Halo). Meist einzeln auftretend kann das Phänomen einer halonierten Depigmentierung um einen melanozytären Naevus auch multipel auftreten.

Vorkommen/Epidemiologie

Als Zufallsbefund bei Patienten mit zahlreichen melanozytären Naevi auftretend. Gehäuft bei Patienten mit Vitiligo u. bei metastasierenden Melanomen.

Ätiopathogenese

Vermutlich immunologische Reaktion mit Störung der Melanogenese und Untergang der Melanozyten. Familiäre Häufung beschrieben.

Manifestation

Meist bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen während der 2.-3. Lebensdekade auftretend.

Lokalisation

Meist Stamm lokalisiert, vor allem am Rücken.

Klinisches Bild

Ovaler oder kreisrunder, weißer Fleck von 0,5-1,0 cm (oder größer) Durchmesser, der eine, zentral gelegene, hell- bis dunkelbraune Papel (melanozytärer Naevus) umgibt. Rosaverfärbung und Depigmentierung des zentralen melanozytären Naevus sind ebenso möglich wie Repigmentierung des depigmentierten Hofs. In manchen Fällen imponiert nur noch der weiße, kreisrunde oder ovale Fleck.

Histologie

Zentraler melanozytärer Naevus, evtl. mit zellulär-entzündlicher Reaktion, umgeben von einem Halo ohne dopapositive Melanozyten, Melanin in Melanophagen.

Therapie

Eine Therapie ist nicht notwendig. Exzision nur bei klinischem Malignitätsverdacht, übliche Kriterien ( ABCD-Regel) zur Exzisionsbedürftigkeit von melanozytären Naevi. Stets histologische Kontrolle des Exzidates! Cave! Exakte klinische Angaben auf dem histologischen Begleitzettel, da Gefahr der Fehlinterpretation!

Literatur
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  1. Montag A et al. (1990) Der Halo-Naevus (Sutton-Naevus, Leukoderma aquisitum centrifugum). Akt Dermatol 16: 58–62
  2. Ohtsuka T (2009). Multiple Sutton nevi: Hypomelanocytic halo development around 28 melanocytic nevi. J Dermatol 36:355-357
  3. Petit A et al. (1994) Coexistence of Meyerson's with Sutton's naevus after sunburn. Dermatology 189: 269-270
  4. Ramon R et al. (2000) Progression of Meyerson's naevus to Sutton's naevus. Dermatology 200: 337-338
  5. Steffen C et al. (2003) The man behind the eponyms: Richard L Sutton: periadenitis mucosa necrotica recurrens (Sutton's ulcer) and leukoderma acquisitum centrifugum-Sutton's (halo) nevus. Am J Dermatopathol 25: 349-354
  6. Sutton RL (1916) An unusual variety of vitiligo (leucodema acquisitum centrifugum). Journal of Cutaneous Disease Including Syphilis (Chicago) 34: 797-800
  7. Weyant GW et al. (2015) Halo nevus: review of the literature and clinicopathologic findings. Int J Dermatol 54: e433-435
     

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