Muzin

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Schleim

Definition

Aus dem Griechischen (myxa = Schleim) abgeleiteter Terminus. Muzine sind Glykoproteine aus einer zentralen Proteinkette und (langen) Seitenketten aus Zuckerverbindungen (Polysacchariden). Sie werden funktional in zwei Gruppen eingeteilt -  in:

  • membrangebundene und
  • abgesonderte Muzine.

Dessen ungeachtet werden sie beim Menschen mit dem Kürzel „MUC“, gefolgt von einer Zahl durchnummeriert (MUC1, MUC2, MUC3A usw.).

Die in der Haut vorkommenden Muzine bestehen aus einer Mischung von in der gesunden Haut vorkommenden Glykosaminoglykanen, v.a. Hyaluronsäure und Dermatansulfat. Auftreten in gebundener (an Proteine) Form, als Proteoglykane oder in freier Form als Hyaluronsäure und Dermatansulfat. Die Glykosaminoglykane werden von Fibroblasten und Keratinozyten gebildet. Sie sind die wichtigsten wasserbindenen Substanzen des Bindegewebses und garantieren Konsistenz und Turgor der Haut.

Allgemeine Information

Muzine bestehen aus einem zentralen Protein, mit hoher Glykosylierung (gebundene Polysaccharide). Die Polysaccharidketten verleihen ihnen eine hohe Wasserbindungskapazität und schützen damit  das zentrale Protein vor enzymatischem Abbau oder auch vor Einwirkung von Säuren.

Hinweis(e)

Bei den meisten kutanen Muzinosen kommt es zu einer übersteigerten Produktion von Muzinen. Störungen des Abbaus werden ebenfalls diskutiert.

Literatur
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  1. Hummers LK (2014) Scleromyxedema. Curr Opin Rheumatol 26:658-662.
  2. Ferretti VA et al. (2016) Temporal and spatial expression of Muc2 and Muc5ac mucins during rat respiratory and digestive tracts development. Res Vet Sci 104:136-q45.
  3. Krishn SR ET AL. (2016)  Mucins and associated glycan signatures in colon adenoma-carcinoma sequence: Prospective pathological implication(s) for early diagnosis of colon cancer. Cancer Lett 374: 304-314.

Verweisende Artikel (1)

MUC1;

Weiterführende Artikel (1)

Muzinose(n) (Übersicht);
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