Mosaik kutanes

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

cutaneous mosaicism; Hautmosaike; Kutane Mosaike; Mosaikdermatosen

Definition

Organismus aus genetisch verschiedenen Zellen, die aus einer homogenen Zygote hervorgegangen sind. Bei den kutanen Mosaiken lassen sich 2 Kategorien unterscheiden:

  • Epigenetische Mosaike: Alle Zellen verfügen über dasselbe Genom. Durch den Einfluss von bestimmten Steuerungsgenen entstehen funktionell unterschiedliche Zellklone. Diese funktionellen Mosaike sind erblich.
  • Genetische Mosaike: Zwei oder mehr Zellpopulationen verfügen über unterschiedliche Genome.

Erworbene Mosaikdermatosen: Einige erworbene, gewöhnlich diffus verteilte Hautkrankheiten können, in einer Phase der Exazerbation, "plötzlich" entlang der Blaschko-Linien auftreten (bei atopischem Ekzem, Psoriasis vulgaris, Dyskeratosis follicularis, Lichen planus, zirkumskripter Sklerodermie u.a.). Ursache ist wahrscheinlich ein als "Locus minoris resistentiae" fungierender, mutierter Zellklon, in dem die zugrunde liegende Erkrankung realisiert wird.

Klinisches Bild

Mosaike lassen sich an der Haut besonders leicht erkennen, da sich die unterschiedlichen Zellsysteme häufig morphologisch sichtbar voneinander unterscheiden. Der Begriff Naevus bezeichnet beispielsweise ein kutanes Mosaik. Es lassen sich sehr vielfältige Mosaikmuster in der Haut unterscheiden:

Literatur
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  1. Happle R (2004) Kutane Mosaike: Muster und molekulare Mechanismen. Dt Ärzteblatt 101: 1575-1580
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