Mikroskopisch kontrollierte Chirurgie

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

3-D-Histologie; Chirurgie mikroskopisch kontrollierte; mikrographisch kontrollierte Chirurgie; MKC

Definition

Modifikation der Mohs-Technik, die sich in den europäischen Ländern zur Behandlung therapeutisch komplizierter Tumoren als Standardmethode durchgesetzt hat.

Indikation

Die MKC ist zu fordern bei:

Durchführung

  • Exzision des Tumors mit bereits intraoperativ angelegter Fadenmarkierung zur topographischen Orientierung. Fixierung des Präparates mit Formalin und Anfertigung von Randschnitten zu allen Seiten sowie zur Tiefe entsprechend der Fadenmarkierung.
  • Untersuchung erfolgen üblicherweise am Paraffinschnitt (oder je nach Möglichkeit auch am Kryostatschnitt).
  • Es gelingt mit dieser Methode, ein lückenloses Histogramm der gesamten Exzidataußenfläche (3-D-Histologie) und damit eine exakte Beurteilbarkeit der Tumorausdehnujng zu ermöglichen.
  • Vorteile der Methode sind niedrige Rezidivraten und größtmögliche Schonung des Gewebes.
  • Bei Tumorfreiheit der Randschnitte erfolgt die situative Defektdeckung.

Literatur
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  1. Breuninger H et al. (1994) Die lückenlose histologische Darstellung der Schnittränder eines Hauttumorexzisates (3D-Histologie) in einer Schnittebene mittels der Flundertechnik. Akt Dermatol 20: 7–10
  2. Fleischman M et al. (2003) Informed consent in dermatologic surgery. Dermatol Surg 29: 952-955
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