Microsporum gypseum

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Erstbeschreiber

Bodin, 1907; Guiart u. Grigorakis, 1928

Allgemeine Definition

Geophiler Dermatophyt. Saprophyt im Kreislauf der keratinabbauenden Mikroflora des Erdbodens. Für den Menschen von geringer pathogenetischer Bedeutung und geringer Kontagiosität.

Vorkommen/Epidemiologie

Weltweit verbreitet. Selten in Europa oder Nordamerika; gehäuft in Südamerika. Meist pH-Wert unabhängig in Kulturerde angesiedelt. Gehäuft im Zusammenhang mit beruflicher Exposition, insbes. bei Gärtnern, Land- oder Waldarbeitern.

Klinisches Bild

S.u. Mikrosporie. Meist als Rötung, gerötete Papel oder gerötete Plaque beginnend. Sehr selten Befall von Haarschaft und Nägeln, gelegentlich aber von Lanugohaaren. Fast immer Solitärherde an nicht bedeckten Körperstellen, die unmittelbaren Kontakt zum Erdboden hatten ("Gärtner-Mikrosporie").

Mikroskopie

  • Hyphen finden sich nur in jungen Kolonien.
  • Mikrokonidien: Selten, spindelförmig oder birnenförmig, Länge: 4-7 μm, Breite: 2-4 μm.
  • Makrokonidien: Sehr häufig und oft bündelförmig zusammenstehend, dünnwandig, plump mit symmetrisch abgerundeten Enden u. 4-6 Kammern, Länge: 20-70 μm, Breite: 7-20 μm, bei Anzucht in trockener Kulturumgebung häufig kollabiert mit bizarrem Aussehen.

Literatur
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  1. Khosravi AR, Mahmoudi M (2003) Dermatophytes isolated from domestic animals in Iran. Mycoses 46: 222-225
  2. Vella Zahra L et al. (2003) Characteristics of superficial mycoses in Malta. Int J Dermatol 42: 265-271
  3. Haga R, Suzuki H (2002) Tinea capitis due to Microsporum gypseum. Eur J Dermatol 12: 367-368
  4. Fernandez-Torres B (2002) Subcutaneous infection by Microsporum gypseum. Br J Dermatol 146: 311-313

Verweisende Artikel (3)

Dermatophyten; Mikrosporie; Tinea manus;

Weiterführende Artikel (1)

Mikrosporie;
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