Melanom malignes amelanotisches C43.L

Synonym(e)

amelanotic melanoma; amelanotisches malignes Melanom; amelanotisches Melanom

Definition

Seltene (etwa 2-8% aller Melanome), pigmentarme oder pigmentfreie Form des malignen Melanoms, die v.a. bei Menschen des Hauttyp I beobachtet wird.

Lokalisation

Jede auch für andere Melanomtypen (s.u. Melanom, malignes) charakteristische Körperregion kann befallen sein.

Klinisches Bild

Wenig charakteristisches klinisches Bild. Meist klinisch asymptomatische, wenig beachtete, rote, rot-braune oder hautfarbene, 0,2-1,0 -2,0 cm große Plaque/Knoten mit glatter, erodierter oder ulzerierter, auch krustiger Oberfläche. Die Entfärbung eines ursprünglich dunkel gefärbten malignen Melanoms  kann für alle Tumortypen zutreffen. Insofern ist die klinische Variabilität sehr groß. Das gilt auch für seine naezu ubiquitäre Lokalisation.

Nur bedingt zutreffend ist die sog. ABCD-Regel:

  • A = Asymmetry (ungleiche Hälften auf beiden Seiten einer gedachten Mittellinie) - trifft zu
  • B = Border irregularity (unregelmäßige Begrenzung) - trifft zu
  • C = Colour variation (Farbveränderung), v.a. Auftreten von Braun- Schwarztönen (wichtigstes Kriterium - trifft nicht zu )
  • D = Diameter (Durchmesser): mehr als 5 mm oder Größenwachstum (trifft zu)

Auflichtmikroskopie: Rötliche oder hautfarbene Knötchen, evtl. Reste des Pigmentnetzes.

Hochauflösende Sonographie (s. Sonographie, 20 MHz-Sonographie): s. malignes Melanom.

Histologie

Melanin-Nachweis gelingt oft nur mit Spezialfärbungen (Versilberung).

Direkte Immunfluoreszenz

HMB 45- und S100-positive Zellen.

Therapie

Verlauf/Prognose

Ungünstiger als bei pigmentierten Melanomen, da amelanotische maligne Melanome klinisch erst spät symptomatisch werden oder auch nur zufallsdiagnostisch entdeckt werden.

Literatur
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  1. Adler MJ, White CR (1997) Amelanotic malignant melanoma. Semin Cutan Med Surg 16: 122-130
  2. Peterson J, Rowley M (2007) Rhinophymatous amelanotic melanoma. Cutis 79: 383-386
  3. Yesil S et al. (2007) Amelanotic melanoma misdiagnosed as a diabetic foot ulcer. J Diabetes Complications 21: 335-337

Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017