Melanodermatitis toxica L81.4

Synonym(e)

Hoffmann-Habermannsche Pigmentanomalie; melanodermatitis toxica Habermann-Hoffmann; melanodermatitis toxica lichenoides; Melanodermitis toxica; Riehl`s melanosis (?); toxic lichenoid melanodermatitis

Erstbeschreiber

Habermann u. Hoffmann, 1918

Definition

Exogen ausgelöste, chronisch-phototoxische, z.T. auch photoallergische Reaktion mit postinflammatorischer Pigmentinkontinenz.

Wahrscheinlich identisch mit dem von Riehl beschriebenen Krankheitsbild (Riehl-Melanose). S.a.u. Melanosis perioralis et peribuccalis.

Ätiopathogenese

  • Verursacht durch Kontakt mit Schmieröl und seinen Derivaten, Teerdampf, ungereinigter Vaseline, phototoxischen und -sensibilisierenden Substanzen.
  • Die Melanodermatitis toxica wie auch die Melanose und Riehl-Melanose sind Ausdruck einer meist subklinisch verlaufenden chronisch persistierenden, photosensiblen Reaktion. Die diskrete superfizielle Dermatitis führt zu einer melanozytären Hypertrophie und Hyperplasie. Im Gefolge dieser Prozesse treten vermehrte epidermale Pigmentierungen und eine lebhafte Pigmentinkontinenz auf. Die dermale Pigmentierung bestimmt im Wesentlichen den dunklen Farbton (braun bis schiefergrau) der Läsion.

Lokalisation

Vor allem belichtete Körperpartien: Gesicht, Hals, oberer Brustausschnitt.

Klinisches Bild

Histologie

Schüttere perivaskuläre lymphoidzellige Infiltrate; Pigmentinkontinenz.

Therapie allgemein

Externe Therapie

Verlauf/Prognose

Rückbildung bei Meiden der Ursache ist möglich.

Literatur
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  1. Hoffmann E, Habermann R (1918) Arzneiliche und gewerbliche Dermatosen durch Kriegsersatzmittel (Vaseline Schmieröl) und eigenartige Melanodermatitiden. Dtsch Med Wochenschr 4: 261-264
  2. Kang HY (2012) Melasma and aspects of pigmentary disorders in Asians. Ann Dermatol Venereol  139 Suppl 3: 92-55
  3. Khanna N et al. (2011)  Facial melanoses: Indian perspective. Indian J Dermatol Venereol Leprol 77:552-563

 

 

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Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017