Melanoakanthom D23.L

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Erstbeschreiber

Bloch, 1927; Mishima u. Pinkus, 1960

Definition

Mischtumor, in dem Melanozyten und Keratinozyten gleichmäßig proliferieren; Variante der pigmentierten akanthotischen Verruca seborrhoica.

Manifestation

Bei Erwachsenen, meist nach dem 40. LJ auftretend.

Klinisches Bild

Tief pigmentierter, langsam wachsender, warzenartiger Tumor, der von einer Verruca seborrhoica nicht zu unterscheiden ist.

Histologie

Proliferation basaloider Epithelzellen, über alle Lagen des Tumors verteilte Melanozyten sowie zahlreiche Melanophagen in der Dermis.

Differentialdiagnose

Therapie

Das Melanoakanthom ist meist eine histologische Zufallsdiagnose. Da es entweder unter der Verdachtsdiagnose „malignes Melanom“ oder „pigmentierte Verruca seborrhoica“ in toto entfernt wurde, sind weitere chirurgische Maßnahmen dieses gutartigen Tumors nicht notwendig. Ggf. kann der Resttumor in LA kürettiert werden.

Verlauf/Prognose

Gutartig.

Literatur
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  1. Bloch B (1927) Über benigne, nicht naevoide Melanoepitheliome der Haut nebst Bemerkungen über das Wesen und die Genese der Dendritenzellen. Arch Dermatol Syph (Berlin) 153: 20-40
  2. Mishima Y, Pinkus H (1960) Benign mixed tumor of melanocytes and malpighian cells. Arch Dermatol 81: 539-550
  3. Fornatora ML et al. (2003) Oral melanoacanthoma: a report of 10 cases, review of the literature, and immunohistochemical analysis for HMB-45 reactivity. Am J Dermatopathol 25: 12-15
  4. Vion B et al. (1989) Melanoacanthoma of the penis shaft. Report of a case. Dermatologica 179: 87-89

Disclaimer

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