MAP-Kinasen

Zuletzt aktualisiert am: 01.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

MAP; Mitogen-aktivierte Protein-Kinase

Definition

Wichtige Schüsselenzyme des Zellstoffwechsels. Der MAP-Kinaseweg regelt unter physiologischen Bedingungen Zellwachstum, -proliferation und -migration. 

Chemisch handelt es sich bei MAP-Kinasen um Proteinkinasen (Molare Masse 36-44 kDa), die andere Proteine an spezifischen Serin/Threonin Resten phosphorylieren (Serin-Threonin-Kinasen). 

Die MAP-Kinasen (MAP-K) werden durch Phosphorylierung direkt aktiviert und zwar an zwei Stellen: an einem Tyrosinrest und einem Threoninrest. Die Phosphorylierung erfolgt durch MAP-KK (MAP-Kinase-Kinase; s.u. MAP-Kinasen-Signalweg).

Aktivierte MAP-Kinasen, akkumulieren im Zellkern und posphorylieren dort kerneigene Transkriptionsfaktoren. Hierdurch wird eine Vielzahl von Zielgenen und damit zahlreichen Schlüsselfunktionen der Zellen reguliert. Sobald die MAP-Kinasen dephosphoryliert und damit inaktiviert werden, verteilen sie sich wieder im Zytosol und stehen für weitere Aktivierungszyklen zur Verfügung.

Hinweis(e)

Die hohe Mutationsrate im MAP-Kinase-Signalweg verdeutlicht seine Schlüsselrolle in der Melanomgenese. Ein in diesem Signalweg häufig durch Mutation oder Amplifikation pathologisch akitivierter Wachstumsfaktor ist der KIT-Rezeptor, der v.a. bei akalen (36%) und mukosalen (39%) Melanomen und bei Melanomen der chronisch lichtexponierten Haut alteriert ist. 

Oral verfügbare, Multi-Kinase-Inhibitoren (z.B. Sorafenib), spielen inzwischen eine bedeutende Rolle in der Onkologie.

Weiterführende Artikel (4)

Kit; MAP-Kinasen-Signalweg; Sorafenib; Transkriptionsfaktoren;
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