Lipogranulom, traumatogenes L92.8

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Meist exogen induzierte umschriebene granulomatöse Pannikulitis mit Ausheilung unter Narbenbildung.

Ätiopathogenese

Auslösung vor allem durch stumpfe Traumen, z.B. nach Silikonöl- oder Paraffininjektion, entsprechend dem Silikonom oder Paraffinom, aber auch z.B. nach Injektion öliger Medikamente.

Lokalisation

Vor allem Brust, Arme, Beine, Gesäß.

Klinisches Bild

Schmerzhafte, prominente oder nur tastbare Knoten. Ausbildung plattenartiger Indurationen, unregelmäßige Einziehungen der Haut.

Histologie

Nekroseherde mit entzündlicher Reaktion, Schaumzellen und Fremdkörperriesenzellen. Umwandlung des lipophagen Granuloms in fibrotisches Narbengewebe.

Differentialdiagnose

Subkutan gelegene Tumoren.

Therapie

Verlauf/Prognose

Selten spontane Rückbildung, meist Ausbildung narbiger Platten und Knoten. Sarkomatöse Entartung bei Paraffinomen möglich.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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