Lipoatrophie, lokalisierte nach Injektionen T88.7

Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Insulin-Lipoatrophie; Lipodystrophie

Definition

Nebenwirkung im Bereich der Insulin-Injektionsstellen bei Diabetikern mit teilweise massiven Hautatrophien 6 Monate bis 2 Jahre nach Beginn der Insulinreaktion. Lipoatrophien sind nicht nur kosmetisch störend, sondern können auch die Absorptionskinetik des Insulins beträchtlich stören und Hyper- oder Hypoglykämien hervorrufen.

Ätiopathogenese

Vor allem auftretend bei Anwendung von Insulinen mit saurem pH-Wert. Auch in Insulin enthaltene Eiweißverunreinigungen sind als Ursache denkbar. Weiterhin werden lokalisierte medikamentöse Lipatrophien nach Injektionen von Glukokortikoiden und von  MS-Mitteln (Glatiramerazetat - regelmäßige Nebenwirkung bei Frauen) beobachtet.   

Manifestation

Vor allem bei Frauen und Kindern auftretend.

Lokalisation

Injektionsstellen, ausnahmsweise auch fern der Injektionsstellen.

Therapie

Verlauf/Prognose

Spontane Rückbildung innerhalb von Jahren.

Literatur
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  1. Balak DM et al.(2012) Cutaneous adverse events associated with disease-modifying treatment in multiple sclerosis: a systematic review. Mult Scler 18:1705-1717
     

Verweisende Artikel (1)

Insulin-Lipoatrophie;

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