Limberg-Transpositionslappen

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Rautenlappen nach Limberg; Rhomboid flap after Limberg; Rhomboid-Lappenplastik

Erstbeschreiber

Limberg, 1946

Definition

Transpositions-Nahlappen der Haut zur Deckung eines rautenförmigen Defektes.

Allgemeine Information

  • An der Längsseite des rautenförmigen Defektes wird ein dreieckiger Lappen inzidiert, dessen innerer Schenkel einer Verlängerung des kurzen Rautendurchmessers entspricht, indem er zum Wundrand einen Winkel von 120° nicht überschreitet. Die äußere Schnittlinie verläuft in einem Winkel von 60° parallel zum Wundrand. Die Schenkellängen sollten jeweils den Abmessungen der Defektseite entsprechen. Nach Unterminierung transponiert man den Lappen in den Defekt. Es entsteht eine "feuerhakenförmige" Naht.
  • Merke! Runde oder ovale Hautdefekte können durch erweiterte Exzision in rhomboide umgeformt werden. Form und Schnittführung des Lappens müssen so geplant sein, dass er spannungslos in den Defekt eingeschwenkt werden kann.

  • Indikation: Kleinere Tumorexzisionen in der Stirn- und Temporalregion, an der Nasenseite, der Augenbraue, der Regio parotideomasseterica (Abb. 1 a, b) sowie am Handrücken. Größere Exzisionen in der Schulter- oder Lendenregion (Abb. 2 a, b).

Literatur
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  1. Holle J (1994) Plastische Chirurgie. Hippokrates, Stuttgart
  2. Limberg AA (1966) Design of local flaps. Mod Trends Plast Surg 2: 38-61 Petres J, Rompel R, Robins P (1996) Dermatologic surgery. Textbook and atlas. Springer, New York Berlin Heidelberg
  3. Schulz H (1988) Operative Dermatologie im Gesicht. Praxisfähige Eingriffe. Diesbach, Berlin
  4. Schulz H, Altmeyer P, Stücker M, Hoffmann K (1997) Ambulante Operationen in der Dermatologie. Hippokrates, Stuttgart

Verweisende Artikel (1)

Dufourmentel Transpositionslappen;
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