Lidocain

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Lidocainhydrochlorid; Parodontal Mundsalbe

Definition

Lokalanästhetikum vom Amid-Typ.

Halbwertzeit

1,8–3,5 h (Metaboliten).

Indikation

  • Topisch: Infiltrations-, Oberflächen- und Leitungsanästhesie sowie bei Pruritus.
  • Systemisch: Antiarrhythmikum bei ventrikulären Herzrhythmusstörungen.

Normkonzentration

  • 0,5–2% zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie (max. 4 mg/kg KG),
  • 2–5% als Salbe, Lösung oder Gel zur Oberflächenanästhesie.

Merke! Die topische Applikation gilt wegen der Gefahr der Entstehung von Kontaktallergien als umstritten!

Unerwünschte Wirkungen

  • Bei (versehentlicher) i.v. Injektion: Euphorie, Schläfrigkeit, Muskelzuckungen; in hohen Dosen: Krämpfe, Dyspnoe, Atemlähmung.
  • Bei topischer Applikation: Spättypallergie, sonst Intoleranzphänomene.

Wechselwirkungen

Synergismus mit anderen Lokalanästhetika, Verstärkung der neuromuskulären Blockade von Muskelrelaxantien, bei gleichzeitiger Einnahme von Cotrimoxazol: Methämoglobinämie.

Kontraindikation

Schenkel- oder AV-Block, Leberschädigung.

Präparate

Lidocain, LidoPosterine, Xylocain; Parodontal Mundsalbe (Kombination aus Lidocain, Kamillenblüten und Salbei-Fluidextrakten)
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