Lichenoides Hauttuberkulid A18.4

Zuletzt aktualisiert am: 08.04.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Lichen scrophulosorum; Tuberculosis cutis lichenoides; Tuberkulid lichenoides

Erstbeschreiber

Hebra 1860

Definition

Seltene Erkrankung mit Auftreten von lichenoiden Papeln bei tuberkulösem Primärkomplex oder sekundärer Organtuberkulose und hypererger Immunitätslage.

Ätiopathogenese

Manifestation

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen auftretend.

Lokalisation

Vor allem seitliche Rumpfpartien sind befallen.

Klinisches Bild

Symmetrisch angeordnete, gruppiert stehende, follikuläre oder perifollikuläre, spitzkegelige, gelb-braune, rötliche oder hautfarbene, keratotische Papeln.

Histologie

Perifollikuläre tuberkuloide Strukturen: Langhans-Riesenzellen, kleine Nekroseherde. Keine Mykobakterien nachweisbar oder anzüchtbar.

Diagnose

Positive Tuberkulinreaktion.

Externe Therapie

Ggf. Lotio alba oder Glukokortikoid-Externa wie 0,25% Prednicarbat-Creme (z.B. Dermatop Creme). Gewöhnlich Rückbildung nach wenigen Wochen. Rezidive möglich.

Interne Therapie

Behandlung der Grunderkrankung mit systemischer Chemotherapie, s. unter Tuberculosis cutis luposa.

Verlauf/Prognose

Gewöhnlich Rückbildung nach wenigen Wochen. Rezidive sind möglich.

Literatur
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  1. von Hebra F, Kaposi M (1860) Lichen scrofulosorum. In: Lehrbuch der Hautkrankheiten. Band 1, Enke, Erlangen, S. 198
  2. von Hebra F (1868) Lichen scrofulosorum. In: Fagge CH, Pyesmoth PH (eds.) Diseases of the skin. Band 2, New Sydenham Society London, S. 58

Disclaimer

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