Lichen aureus L81.92

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Lichen purpuricus

Erstbeschreiber

Martin, 1958

Definition

Seltenere, therapierefraktäre Variante der Purpura pigmentosa progressiva mit oft segmental angeordneten lichenoiden Papeln, wahrscheinlich verursacht durch eine chronisch rezidivierende Vasopathie.

Ätiopathogenese

Ungeklärt, evtl. Medikamenten-induziert, Infekte, Traumen, auch auf dem Boden einer CVI auftretend.

Manifestation

Meist junge Männder, seltener Kinder

Lokalisation

Beine, Arme, seltener: Hände, Stamm 

Klinisches Bild

Häufig segmental, meist unilateral angeordnete, kleine blau-rötliche bis rötlich-bräunliche, lichenoide, gelegentlich juckende Papeln oder Plaques mit umgebendem, feinem, rötlichem oder gelblichem Rand. Weiterhin beschrieben sind flächenhafte, bräunlich rote, meist unscharf begrenzte Flecken oder atrophische Plaques, deren Farbnuancierungen je nach Akuitätszustand auch in gelblich-bräunliche Töne gleiten kann.      

Histologie

Bei normalem Oberflächenepithel findet sich ein bandförmiges lymphohistiozytäres Infiltrat in der oberen Dermis. Weiterhin in unerschiedlichem Ausmaß perivaskuläre, periadnexielle und perineurale lympho-histiozytäre Infiltrate in der mittleren Dermis mit Erythrozytenextravasaten. Hämosiderin im Gewebe und in Makrophagen.

Therapie

Verlauf/Prognose

Chronischer Verlauf, Therapieresistenz, (Spontan-) Regression nach Monaten bis Jahren.

Literatur
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  1. Aoki M et al. (2002) Lichen aureus. Cutis 69: 145-148
  2. Böhler-Sommeregger K et al. (1987) Lichen aureus. Akt Dermatol 13: 273–277
  3. Braun-Falco O et al. (1989) Lichen aureus zosteriformis. Hautarzt 40: 370–372
  4. Li Q et al. (2003) Chronic vulvar purpura: persistent pigmented purpuric dermatitis (lichen aureus) of the vulva or plasma cell (Zoon's) vulvitis? J Cutan Pathol 30: 572-576
  5. Martin RH (1958) Case for diagnosis. Trans St John’s Hosp Dermatol Soc 40: 98
  6. Zhao Yu-Kun et al. (2014) Segmental lichen aureus in a young woman with spontaneous improvement. JDDG 12: 260-262

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