LH

Synonym(e)

HCG (humanes Chorion-Gonadotropin); ICSH; ICSH (interstitiell cell stimulating hormone); interstitiell cell stimulating hormone

Definition

In der Adenohypophyse gebildetes Glykoproteinhormon, das überwiegend die inkretorische (= hormonelle) Funktion der Gonaden steuert. So werden die Leydig'schen Zwischenzellen beim Mann kontinuierlich stimuliert (Testosteronproduktion in den Testes) und bei der Frau zyklisch die Ovulation und nachfolgend die Funktion des Corpus luteum (Östrogen- und Progesteronproduktion). Die Freisetzung erfolgt analog dem FSH durch pulsatile Sekretion von GnRH aus dem Hypothalamus und unterliegt einem endogenen Rückkopplungsmechanismus.

Allgemeine Information

Normwert: Der Referenzbereich liegt bei prämenopausalen Frauen und Männern bei < 1 U/l, bei postmenopausalen Frauen < 7 U/l, Männern: < 2 U/l.

Pathologisch erhöht: Keimzellentumoren, terminale Niereninsuffizienz, Schwangerschaft, Extrauteringravidität

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Backhaus BO et al. (2003) Therapy of cryptorchidism: aspects for optimizing fertility. Urologe 42: W1265-1270
  2. Perkins GL et al. (2003) Serum tumor markers. Am Fam Physician 68: 1075-1082
  3. Schirren C, Leidenberger F, Stoll P (1980) Die kinderlose Ehe. 1. Auflage, Deutscher Ärzteverlag Köln

Weiterführende Artikel (2)

FSH; GnRH;
Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017