Leukokeratosis nicotinica palati K13.2

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

Leukokeratosis fumosa palati; Rauchergaumen; Raucherleukokeratose; Smoker's gum; Smoker\'s gum

Definition

Nicht präkanzeröse, exogen-irritative Schwielenbildung des Gaumens bei Rauchern.

Ätiopathogenese

Chronische Reizwirkung von Destillationsprodukten im Tabakrauch.

Lokalisation

Meist am harten, aber auch am Übergang zum weichen Gaumen.

Klinisches Bild

Isoliert oder gedrängt stehende, gepflastert erscheinende, grau-weißliche, derbe, Knötchen von 0,1-0,3 cm Durchmesser mit gedelltem oder punktförmig gerötetem Zentrum. Diese können zu größeren Plaques (bis 2,0-3,0 cm) konfluieren. Die typischen, regelmäßigen punktförmigen Musterungen der Papeln oder Plaques entsprechen den Speicheldrüsenausführungängen. Bei Pfeifen- und Zigarrenrauchern kann auch eine grau-braune oder braune Verfärbung der keratotischen Plaques eintreten (sog. Rauchermelanose).

Histologie

Plumpe regelmäßige Akanthose mit orthokeratotischer Verhornung. Keine Zellatypien des Oberflächenepithels. Kein Polaritätsverlust. Deutliche Fibrose der Lamina propria.

Therapie

Verlauf/Prognose

Maligne Entartung kann nicht ausgeschlossen werden.

Weiterführende Artikel (1)

Leukoplakie;

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017