Leuködem K13.2

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

leukoedema; Raucherleuködem

Erstbeschreiber

Sandstead u. Lowe, 1935

Definition

Irritative, meist symmetrisch auftretende, reversible, weißliche-opale Verfärbung im Mundschleimhautbereich, die als Vorstadium einer Leukoplakie (s.u. Leukoplakie, orale) auftreten kann.

Vorkommen/Epidemiologie

Weltweit unterschiedliche Prävalenzen: Indien 0,02%; Neuguinea 16,9%; Schweden 4,9%.

Ätiopathogenese

Meist Folge des Rauchens von Zigaretten oder Zigarren. In der farbigen Bevölkerung auch bei Nichtrauchern (Kauen von irritierenden Früchten, z.B. Betelnüsse).

Lokalisation

Wangenschleimhaut, Zunge, Lippen, Gaumen. Grundsätzlich können Leuködeme auch an den Genitalschleimhäuten beobachtet werden.

Klinisches Bild

Die Mundschleimhaut erscheint weißlich-trüb, opaleszent, jedoch palpatorisch unverändert (keine Konsistenzvermehrung). Bei stärkerer Ausprägung des Leuködems kommt es zu einer Strukturveränderung der Oberfläche mit Ausbildung von netzig verlaufenden Fältchen, die beim Zusammenschieben der Schleimhaut besonders hervortreten.

Histologie

Hydropische Zellballonierung bis in das untere Stratum spinosum.

Therapie

Literatur
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  1. Canaan TJ, Meehan SC (2005) Variations of structure and appearance of the oral mucosa. Dent Clin North Am 49: 1-14
  2. Pindborg JJ et al. (1968) Epidemiology and history of oral leukoplakia and leukoedema among Papuans and New Guineans. Cancer 22: 379-384
  3. Sandstead HR, Lowe JW (1953) Leukoedema and keratosis in relation to leukoplakia of the buccal mucosa in man. J Natl Cancer Inst 14: 423-437

Disclaimer

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