Lentigo der Schleimhaut L81.4

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Melanose der Schleimhaut; melanotic macule (e); Melanotischer Fleck der Schleimhaut; Melanotischer Schleimhautfleck; mucosal lentigo (e); penile melanosis; Pigmentflecken der Mucosa; Pigmentflecken der Mukosa; pigmentierte Veränderungen der Mucosa; Schleimhautlentigo; Schleimhautmelanose; vulvar melanosis

Definition

Erworbene Hyperpigmentierung der hautnahen genitalen, analen oder oralen Schleimhäute, die sowohl beim weiblichen wie auch beim männlichen Geschlecht auftreten kann. Die in Einzahl oder in geringer Mehrzahl auftretende Lentigo der Schleimhaut ist harmlos, und kann als physiologische Pigmentierung interpretiert werden. Sie wird bei Farbigen häufiger als bei hellhäutigen Kaukasiern beobachtet.    

Eine Lentiginose der Schleimhäute kann auch Hinweis auf ein Genodermatose sein (s.u. Lentiginose)

Einteilung

Klinische Differenzialdiagnose von lentiginösen Schleimhautpigmentierungen:

Manifestation

keine Geschlechtsbevorzung; selten angeboren, meist eworben zwischen dem 20. und 60. LJ.

Lokalisation

Lippen (v.a. Unterlippe), Mundschleimhaut, Vulva, Vagina, Penis, Anus.

Klinisches Bild

Meist solitäre seltener mehrzählige, meist zackig, unregelmäßig begrenzter, selten abgerundete, auch großflächiger brauner oder braun-schwarzer Fleck(en).

Histologie

Bild der Lentigo simplex mit basaler Hyperpigmentierung und Vermehrung (!) der Melanozyten. Häufig sind dendritische Melanozyten nachweisbar. Subepithelial meist scholliges Pigment in Melanophagen.

Differentialdiagnose

Klinisch:

  • S.u. Einteilung

Histologisch:

  • Amalgamtätowierungen: Nachweis der Metallablagerungen
  • Melanoakanthom der Schleimhaut: wird v.a. bei farbigen Frauen gefunden
  • Melanoma in situ: Ungeordnete Vermehung atpsicher Melanozyten.
  • Lichen planus mucosae: in der Abheilungsphase kann der Lichen planus mucosae mit einer  scholligen postinflammatorischen Hyperpimgentierung einhergehen 

 

Therapie

Verlauf/Prognose

Günstig.

Hinweis(e)

Hinsichtlich der nomenklaturischen Abgrenzung von Melanose, Chloasma und Lentigo bzw. Lentiginose s.u. Melanose.

Literatur
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  1. Cengiz FP et al. (2015) Dermoscopic and clinical features of pigmented skin lesions of the genital area. An Bras Dermatol 90:178-183.
  2. Delaney TA et al. (1994) Penile melanosis successfully treated with the Q-switched ruby laser. Br J Dermatol 130: 663–664
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  4. Isbary G et al. (2014) Penile lentigo (genital mucosal macule) following annular lichen planus: a possible association? Australas J Dermatol 55:159-161
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  7. Stratigos AJ et al. (2003) Lasers and aesthetic dermatology. Hautarzt 54: 603-613

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