Laminin

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Glykoprotein der extrazellulären Matrix. Laminin kommt in allen Basallaminae vor, und weisen Bindungsstellen für Zelloberflächenrezeptoren auf. Zusammen mit Kollagen Typ IV und Proteoglykanen bilden Laminine die Basalmembranen. Weitere wichtige Komponenten der Basallamina sind Fibronektin, Integrin und eine Reihe weiterer Proteoglykanen. Laminin verbindet in einem Proteinkomplex das Integrin mit der Basallamina. Fibronectin verbindet aber das Integrin mit Kollagenfasern anderer Typen. Fünfzehn Lamininisoformen sind bislang bekannt. Das Lamininmolekül besteht aus einer alpha-, einer beta- und einer gamma-Proteinkette, die sich in einer besonderen Struktur zum Lamininmolekül zusammensetzen. Das Molekül weist 4 Arme auf, von denen 3 mit anderen Laminin-Molekülen Bindungen eingehen können. Der restliche, längere Arm bindet an Zelloberflächen. Laminin ist für die Zelladhäsion, von großer Bedeutung. Darüber hinaus regt Laminin in Zellkulturen das Wachstum von Neuriten an, hat eine chemotaktische Wirkung und kann die Zelldifferenzierung triggern.

Hinweis(e)

Bei einer Untergruppe des vernarbenden Pemphigoids werden Antikörper gegen Laminin 5 gefunden. Mutation in den Genen für Laminin-5 (LAMA3, LAMB3, LAMC2), die auf den Chromosomen 1q25/1q31 kartiert werden führen zu dem Krankheitsbild der Epidermolysis bullosa junctionalis, non-Herlitz. Das Fehlen des Proteins in der Haut führt zu einer extremen Hautfragilität.
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