KRAS

Zuletzt aktualisiert am: 26.05.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Ki-RAS; Kirsten rat sarcoma viral oncogene; K-RAS

Definition

KRAS ist das Akronym für “Kirsten rat sarcoma viral oncogene”. KRAS ist ein Onkogen das wie HRAS und NRAS zur RAS-Onkogen-Familie gehört.  KRAS kodiert für das gleichnamige Protein KRas. Das KRas-Protein ist ein monomeres Polypeptid, bestehend aus 189 Aminosäuren. Es leitet leitet Wachstumssignale vom „epidermal growth factor receptor“ (EGFR) weiter.

Allgemeine Information

KRas fungiert somit als zentrale Schaltstelle in einer Reihe von Signaltransduktionswegen, die an der Regulierung von Wachstum und Differenzierung von Zellen beteiligt sind. Diese Schlüsselstellung bei der Entstehung von Tumoren machte das KRas-Protein zu einem wichtigen Angriffspunkt in der Entwicklung von onkologischen Medikamenten. Mutationen im kodierenden KRAS-Gen führen zu einem pathologischen Genprodukt. Das Onkogen trägt zu einer Daueraktivierung dieses Signalwegs und so zur Krebsentstehung bei.

Die molekularpathologische Bestimmung des KRAS-Mutationsstatus spielt insbesondere beim metastasierten kolorektalen Karzinom eine wichtige Rolle. Der Nachweis einer Mutation im KRAS-Onkogen ist ein negativer Prediktor und sagt voraus, dass eine Behandlung mit einem EGFR-Antagonisten erfolglos sein wird. Das Überleben von Patienten ohne KRAS-Mutation ist signifikant höher als bei denen KRAS-mutatierten.

Hinweis(e)

Mutationen im KRAS-Gen sind verantwortlich für körperliche Fehlbildungen (u.a. Kleinwüchsigkeit, Gesichtsanomalien, Herzfehlbildungen), bekannt als Noonan-Syndrom und als CFC-Syndrom (Cardio-facio-cutaneous syndrome). Andere Mutationen erhöhen das Krebsrisiko.

Dem Naevus sebaceus liegen postzygotische Mutationen im HRAS-Gen (95% der Fälle) und seltener im KRAS-Gen (5%) vor.

Postzygotische HRAS-Mutationen werden auch bei der Phacomatosis pigmentokeratotica nachgewiesen.

Literatur
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  1. Groesser L et al. (2012) Postzygotic HRAS and KRAS mutations cause nevus sebaceous and Schimmelpenning syndrome.Nat Genet 44:783-787.

  2. Groesser L et al. (2013) Phacomatosis pigmentokeratotica is caused by a postzygotic HRAS mutation in a multipotent progenitor cell. J Invest Dermatol 133:1998-2003. 

 

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