Kaposi, Moriz

Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Biographische Angaben

(¤ 1837, † 1902) österreichischer Dermatologe, tätig in Wien (bis 1871 Moriz Kohn, danach Moriz Kaposi genannt), Schwiegersohn des Ferdinand v. Hebra, dessen Nachfolger er wurde. Glänzender Lehrer und Wissenschaftler. 1870 Erstbeschreibung des Xeroderma pigmentosum. Es folgten Erstbeschreibungen des Syringoms sowie der Pustulosis varioliformis acuta (der Name stammt von Juliusberg). 1872 Erstbeschreibung des als "idiopathisches multiples Pigmentsarkom" charakterisierten " Kaposi-Sarkoms". Darstellung der Trichorrhexis nodosa als Entität (s.a. Joubert, Laurent). 1892 klinische Abgrenzung des Krankheitsbildes des Lichen ruber pemphigoides ( Lichen planus pemphigoides). Zu seinen Irrtümern gehörte seine These über die Identität der Erreger von Ulcus molle und Syphilis (Unitas), ebenso die Verneinung des tuberkulösen Ursprungs des Lupus vulgaris. Kaposi gründete 1889 zusammen mit Filipp Josef PickJosef DoutrelepontEdmund Lesser und Albert Neisser die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG).

Literatur
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  1. Kaposi M (1872) Idiopathisches multiples Pigmentsarkom der Haut. Arch Dermatol Syph (Berlin) 4: 265-273
  2. Kaposi M (1873) Die Syphilis der Haut und der angrenzenden Schleimhäute. Baumüller, Wien
  3. Kaposi M (1880) Pathologie und Therapie der Hautkrankheiten in Vorlesungen. Urban & Schwarzenberg, Wien und Leipzig

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