Jesionek, Albert

Zuletzt aktualisiert am: 19.01.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Biographische Angaben

(¤ 1870, † 1935) Dermatologe, tätig in Gießen. Jesionek studierte Medizin in Kiel, Tübingen und München. Promotion 1894 in München.  Dermatologische Ausbildung am Städt. Krankenhaus in München. Seit 1900 unter Posselt Oberarzt an der Hautklinik in München. 1901 Habilitation; 1906 Ernennung zum  ao. Professor. 1906 Ruf als Direktor der Hautklinik an die Universität Gießen. 1918  Ernennung zum o. Professor. Jesionek betrieb als a.o. Professor zunächst eine kleine Ambulanz im Keller der Medizinischen Klinik.1913 konnte er den Bau der ersten deutschen Heilstätte für Hauttuberkulose durchsetzen.1914 Neubau einer eigenständigen Hautklinik. Während der Kriegsjahre war Jesionek  fachärztlicher Beirat des 18. Armeekorps: Hier führte er Lichtbehandlung von Verletzungen und des Tetanus durch. Im Jahre 1916 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Gießen erhielt als vierte Universität in Deutschland ein Ordinariat für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Emeritierung 1935. Jesioneks Interesse galt vor allem der Hauttuberkulose, dem " Lupus vulgaris", an dem zur damaligen Zeit etwa 10% der  dermatologischen Patienten litten. Die Ergebnisse seiner Forschungen faßte er in mehreren Lehrbüchern zusammen ("Lichtbiologie", 1910; "Lichtbiologie und Lichtpathologie", 1912; "Biologie der gesunden und kranken Haut", 1916; "Tuberkulose und Haut", 1929). Schüler Jesioneks war der  Ungar Stephan Rothman (1894-1963), ein bedeutender  Dermatologe des 20. Jahrhunderts. Weitere Schüler und spätere Ordinarien waren:

Literatur
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  1. E. Riecke (1929) Dt. Dermatologenkatalog : 105-107 Fischer Verlag.

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