JAK

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Januskinasen; Janus-Kinasen

Definition

  • Akronym für "Janus-Kinasen", zytoplasmatisch lokalisierte Tyrosinkinasen, die z.B. in den Wirkungsketten von Zytokin-Rezeptoren vorkommen. Wie Rezeptor-Tyrosinkinasen, die über komplexere Signalkaskaden funktionieren, besitzen Zytokin-Rezeptoren keine Enzymaktivität und benötigen daher die Janus-Kinasen JAK1 und JAK2, um die Signalkaskaden ablaufen zu lassen.
  • Im Allgemeinen werden extrazelluläre Signalpeptide wie Wachstumsfaktoren auf Zielzellen von spezifischen transmembranen Rezeptoren mit eigener Tyrosinkinaseaktivität gebunden. Im Gegensatz dazu besitzen die meisten Zytokinrezeptoren des JAK-STAT-Signalwegs keine eigenständige Tyrosinkinaseaktivität. Diese Tyrosinkinaseaktivität wird von zytoplasmatischen Proteinen der sog. Januskinasen-Familie bereitgestellt. Es werden 4 verschiedene JAK-Peptide unterschieden:
    • JAK1-JAK3
    • sowie
    • TYK2.
  • Die Bedeutung von JAKs für das Immunsystem wird durch erbliche Immunodefizienzen unterstrichen, in denen durch Mutationen ihre Funktionen in unterschiedlicher Weise gestört werden.
  • Die Inhibition von JAK 2 könnte in der Therapie der Psoriasis vulgaris eine Rolle spielen. Janus-Kinasen-Inhibitoren wurden erfolgreich bei der Alopecia areata eingesetzt (experimentell). 
  • Die die unlängst gelungene spezifische Inhibition von JAK3 verspricht eine selektive Immunsuppression, die für die Rheumatoide Arthritis eine klinische Bedeutung haben könnte (Forster M 2016).   
  • JAK2 Mutationen (JAK2V617-Mutation)  werden hochassoziiert bei dem mit Polycythämia vera assoziierten aquagenen Pruritus beschrieben.

Hinweis(e)

Die Namensgebung erfolgte nach dem römischen Gott Ianus.

Literatur
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  1. Forster M et al.(2016) Selective JAK3 Inhibitors with 
    a Covalent Reversible Binding Mode Targeting a New Induced Fit Binding Pocket. Cell Chem Biol 23:1335-1340.

  2. Pieri L et al. (2009) The JAK2V617 mutation induces constitutive activation and agonist hypersensitivity in basophils from patients with polycythemia vera. Haematologica 94:1537-1545

  3. Xing L et al. (2014) Alopecia areata is driven by cytotoxic T lymphocytes and is reversed by JAK inhibition. Nat Med  20:1043-1049
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