Isoniazid

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

INAH; INH; Isoniazidium; Isonicotinsäurehydrazid

Definition

Halbwertzeit

2,2-7,5 h (langsame Acetylierer), 0,6-2 h (schnelle Acetylierer) S.a. unter N-Acetyltransferasen. .

Indikation

Mittel der Wahl bei Tuberkulose, nur in Kombinationstherapien (rasche Resistenzentwicklung bei Monotherapie).

Eingeschränkte Indikation

Störungen der Hämatopoese.

Dosierung und Art der Anwendung

5 mg/kg KG/Tag p.o. oder i.v. über mind. 6 Monate. Kinder: 10-15 mg/kg KG.

Merke! In der Schwangerschaft ist eine Gabe in Kombination mit Ethambutol und Rifampicin möglich!

Unerwünschte Wirkungen

Fieber, BB-Veränderungen, Gynäkomastie, gastrointestinale Störungen, Leberschäden, allergische Reaktionen, medikamentös-induzierter Lupus erythematodes, Kopfschmerzen, Schwindel, Parästhesien, Arthralgien.

Wechselwirkungen

s. Tabelle 1.

Kontraindikation

Psychosen, Epilepsie, Leber- und Nierenerkrankungen.

Präparate

Isozid, Tebesium

Tabellen

Wesentliche Wechselwirkungen von Isoniazid

Alkohol

Alkoholtoleranz ↓

Antiepileptika

Wirkung der Antiepileptika ↑

β-Blocker

Isoniazid-Abbau ↓

Carbamazepin

Carbamazepin-Spiegel ↑

Insulin

Isoniazid-Spiegel ↑

Phenytoin

Phenytoin-Wirkung ↑

Protionamid

Protionamid-Spiegel ↑

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