Interferon alfa

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

alfa-Interferon; alpha-Interferon; IFN-alfa; IFN-alpha; IFN α; IFN-α; Interferon alpha; Interferon-alpha; Interferon-α; Leukozyten-Interferon; α-Interferon

Definition

Von Leukozyten gebildetes Zytokine (Protein) die in menschlichen (und tierischen)  Zellen als Abwehrproteine gegen Viren, Chamydien, Bakterien und einigen Protozoen gebildet werden. Die ca. 20 bekannten alpha-Interferone sind strukturell ähnlich, jedoch nur zu 80% homolog.     

Allgemeine Information

Bildung von Interferon alpha: Die Bildung von INF-alpha wird (wie die der anderen Interferone ebenfalls) durch Interferoninduktoren angeregt. Hierzu gehören alle Viren, bakterielle Endotoxine, Rickettsien, Mykoplasmen, PIlze, Phythämagglutinine u.a. 

Wirkungen: Verstärkung der unspezifischen humoralen Abwehr bei Virusinfektionen und Verstärkung der Expression von HLA-Klasse-I-Antigenen. Förderung der zellulären Zytotoxizität. Stimulation der CD-8-Zellen. Das Interferonmolekül wirkt nicht direkt sondern über die Bildung einer Zwischenubstanz, des "Translation inhibitory protein" , das dei Virusreplikation in der Wirtszelle blockiert.   

Synthetisch hergestellte Derivate des Interferon alfa werden systemisch eingesetzt u.a. bei undifferenziertem Nasopharynxkarzinom, beim maligenen Melanom, bei Virusenzephalitis, Herpes zoster generalisatus und Varizellen bei immunsupprimierten Patienten. Topisch angewendet werden IFN alfa-Derivate u.a. zur Nachbehandlung von Condylomata acuminata.

Weiterführende Artikel (2)

Condylomata acuminata; Zytokine;
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