Interface-Dermatitis

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

Kolloidkörperchen; Zytoide Körperchen

Definition

Kennzeichnendes histologisches Muster (Pattern) einer diffusen, superfiziellen Dermatitis, die bei ätiopathogenetisch unterschiedlichen, entzündlichen Dermatosen nachweisbar ist.

Die Interface-Dermatitis ist gekennzeichnet durch ein epitheliotropes, lymphozytäres Infiltrat, das an der Epidermis zu einer chronischen, vakuolären Schädigung der basalen Keratinozyten (und Melanozyten) führt, mit Zeichen der Apoptose und deren histomorphologisch fassbaren Folgen.

Synonym zu dem Begriff der "Interface-Dermatitis" wird auch die Bezeichnung "lichenoide Dermatitis" gebraucht.  Diese bezieht sich terminologisch auf den Lichen planus und ist als Untergruppe der Interface-Dermatitis zu verstehen.     

 

Einteilung

Erkrankungen, deren histologisches Substrat durch eine Interface-Dermatitis charakterisiert wird (variiert n. El Shabrawi-Caelen u. Soyer):

Histologie

Die Zeichen der Apoptose von Keratinozyten werden als "dyskeratotisch" oder als "Einzelzellnekrose" beschrieben. Es verbleiben lichtmikroskopisch stukturarme, eosinophile Körperchen an der dermo-epidermalen Junktionszone auch als:

  • zytoide Körperchen
  • Civatte-bodies
  • hyaline Körperchen
  • Kolloidkörperchen

bezeichnet.

    

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. El Shabrawi-Caelen L, Soyer H-P (2003) Entzündliche Dermatosen der dermoepidermalen Junktion (Interface-Dermatitis). In: Histopathologie der Haut. Kerl H et al. (Hrsg.) Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York, S. 117
Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018