Infektionskrankheiten der Haut

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

  • Durch definierte Erreger in unterschiedlichen Resistenzlagen des Organismus hervorgerufene Erkrankungen der Haut. Zu unterscheiden sind:
    • Primärinfektion: Erstinfektion, d.h. der erste Kontakt eines Organismus mit einem Krankheitserreger.
    • Sekundärinfektion: Erregerübertragung, die nach der Erstinfektion zusätzlich und mit anderen Erregern erfolgt. Der Verlauf einer solchen Erkrankung ist zumeist heftiger und zeigt vielfältige Symptome.
    • Superinfektion: Ein vorausgegangener Infekt (z.B. viraler Infekt) bietet die Grundlage für einen weiteren (z.B. bakteriellen Infekt).
    • Doppelinfektion: Bezeichnet eine gleichzeitige Infektion mit zwei verschiedenen Erregern.
  • Unterscheidung nach Herkunft der Erreger:
    • Endogene Infektionen erfolgen bei geschwächtem Immunsystem durch die körpereigene, normalerweise völlig harmlose Flora in Form eines Erregereinbruchs, z.B. auf der Haut oder aus Magen, Darm und Lunge in den eigenen Körper (wie eine Wundinfektion durch eigene Kolibakterien).
    • Exogene Infektionen werden verursacht durch Infektionserreger aus der Umgebung.
    • Nosokomiale Infektionen werden im Krankenhaus, in einer Arztpraxis oder einer anderen medizinischen Einrichtung erworben.
    • Iatrogene Infektionen werden durch unbeabsichtigtes Einbringen von Krankheitserregern bei der Durchführung medizinischer Eingriffe durch einen Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal beim Personal selbst oder dem Patienten verursacht. S.a. MRSA, ESBL.
    • Opportunistische Infektionen werden durch Erreger hervorgerufen, gegen die bei normaler Funktion des Immunsystems natürliche Immunität besteht.

Einteilung

Nach den für den Dermatologen relevanten Erkrankungen und Erreger kann folgende Einteilung vorgenommen werden:

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