Hypophysenerkrankungen, Hautveränderungen jeweiliges Krankheitsbild

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Pathologische Veränderungen der Hypophyse sind nicht selten; im dermatologischen Klientel spielen die Hypophysenerkrankungen nur eine untergeordnete Rolle. Die Mehrzahl der meist zufällig diagnostizierten Veränderungen (nachweisbare Raumforderung) verursachen keine klinischen Symptome.

Einteilung

Je nach Störungssymptomatik lassen sich folgende dermatologisch relevante Krankheitsbilder diganostizieren:
  • Unterfunktion der Hypophysen-Partialfunktionen (Störungen der gonadotropen und/oder der somatotropen Partialfunktionen).
    • Gonadotrope Insuffizienz (s.u. Gonadotropine):
      • Nachlassen von Libido und Potenz, sekundäre Amenorrhö, Infertilität, Verlust der Sekundärbehaarung. Bei Testosteronmangel: Abnahme der Muskelmasse und Zunahme der Fettmasse, Hodenatrophie, verminderter Bartwuchs. Bei Kindern: fehlende Pubertätsentwicklung (s.a. Kallmann-Syndrom; s.a. adrenogenitales Syndrom, kongenitales).
    • Somatotrope Insuffizienz:
      • Zunahme der Fettmasse und Abnahme der Muskelmasse sowie der Knochendichte. Abnahme der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität, erhöhtes Risiko für Hyperlipidämie und Hypertonie sowie in der Folge erhöhte kardiovaskuläre Mortalität. Bei Kindern vermindertes Längenwachstum.
  • Thyreotrope Insuffizienz (s. Hypothyreose)
  • Überfunktion von Hypophysen-Partialfunktionen:

Labor

Eine endokrinologische Abklärung von Erkrankungen der Hypophyse ist immer erforderlich, durch die pulsatile Freisetzung der Hypophysenvorderlappen-Hormone, ihre ausgeprägte Tagesrhythmik sowie Beeinflussung durch Stress (physischen ebenso wie psychischen), Ernährungszustand und Alter aber meist aufwendig. In vielen Fällen ist die einmalige Bestimmung der Serum- oder Plasma-Konzentration eines Hormons nicht sinnvoll. I.A. erlauben nur dynamische Tests (Stimulation oder Suppression) die Beurteilung des Funktionszustandes. Die Untersuchungen sollten stets durch einen erfahrenen Endokrinologen erfolgen.

Verweisende Artikel (2)

Cushing-Syndrom (Übersicht); Prolaktin;

Disclaimer

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