Hypertrichosen L68.8

Zuletzt aktualisiert am: 21.09.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Hypertrichie; Hypertrichose; Hypertrichosis; Pilosis; Polytrichie

Definition

Polyätiologische, kongenitale oder erworbene, als isoliertes Phänomen oder als Teilmanifestation im Rahmen von Syndromen auftretende, lokalisierte oder generalisierte, für die jeweilige Körperpartie untypisch starke Behaarung, die nicht dem Verteilungsmuster, der ethnischen Provenienz und dem Alter der sekundären männlichen Geschlechtsbehaarung entspricht. Haarbiologisch erfolgt ein Übergang vom Vellushaar in das Terminalhaar.

Einteilung

Man unterscheidet:

Ätiopathogenese

Je nach Diagnose unterschiedlich. Wichtig für die nosologische Einordnung sind:
  • Manifestationsalter (kongenital oder erworben)
  • Haarart (Lanugo-,Vellus-,Terminalhaar)
  • Lokalisation
  • Behaarungsmuster (umschrieben oder generalisiert)
  • Begleiterkrankungen
  • Medikamente
  • assoziierte Anomalien
  • etnische Provenienz (nordischer oder südländischer Tyous)
  • Familienanmnese

Therapie

Die Therapie der Hypertrichosen ist im Allgemeinen unbefriedigend. Im Vordergrund steht die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankungen. Kosmetisch von Vorteil ist das Bleichen der Haare. Temporäre Effekte sind durch Rasieren, chemische oder mechanische Epilationen zu erzielen. Neue Optionen ergeben sich durch den Einsatz von Lasersystemen. Einzelheiten der Therapie s.u. Hirsutismus.

Literatur
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  1. Trueb RM (2008) Hypertrichose. Hautarzt 59: 325-338
  2. Wolf H (2018) Erkrankungen der Haare. In: G. Plewig et al. (Hrsg) Braun-Falco`s Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Springer Reference Medizin S1361-1368

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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